wissenrockt.de

wissenrockt.de

Startseite » Tapir

Tapir

Was der Tapir von der Kommunisdebatte hält und welche Alternativen er zum derzeitigen System sieht.

Kaum war die Adventszeit da, versankt der Tapir wieder einmal in blasser Nüchternheit. Auch zum Fest der Liebe kam er nicht umhin festzustellen, was die Welt im Grunde bewegt. Ein Herr Jesus jedenfalls, so ist sich der Tapir sicher, gewinnt dabei gleich doppelt.

Die diesjährigen Castor-Transporte führten zu erschreckender Gewalt bei Demonstranten und Sicherheitskräften. Durch primitive Keilerei und zweifelhafte Sabotage machten linksradikale Ökofaschisten klar, dass sie nie erfolgreich sein werden. Dabei hat alles zwei Seiten, man muss sie nur kennen. Aber nachdem der Erklärbär endgültig in der psychiatrischen Anstalt gelandet war, blieb nur der Tapir übrig, um zu erläutern, weshalb es zur Zeit vollkommen in Ordnung sei, sich von der Atomlobby kaufen zu lassen.

Politiker haben kaum warme Worte für nichtreligiöse Menschen übrig, obwohl diese große Teile der Bevölkerung ausmachen. Nun gehört sogar “der Islam” zu Deutschland, während in den Islamischen Republiken der Welt Staatsoberhäupter eine Auslöschung Israels und aller Ungläubigen proklamieren. Und so etwas ist nur eine Facette des religiösen Wahnsinns. Aber skeptische, humanistische und säkulare Überzeugungen haben scheinbar kaum Anziehungskraft in einem Land, in dem Kirchenparteien die staatliche Regierung stellen. Der von ihnen entsandte Christian Wulff wollte sogar Präsident aller Menschen sein. Bloß weiß Wulff eigentlich, worauf er sich damit eingelassen hat?

Gespräche über andere Kulturen sind von diffizilen Unterschieden in den Ideen und Begriffen geprägt. Die Ansprüche unter dem Leitbild einer multikulturellen Gesellschaft machen es vielen Menschen nicht einfach, frei und offen über ihre Vorstellungen oder auch Bedenken zu sprechen. Hinzukommt ein rapider Wandel der gesellschaftlichen Strukturen, der einen konstruktiven Dialog über aktuelle Entwicklungen erschwert. Was gestern galt, kann heute schon überholt sein. Um nicht in eine Falle zu treten, ist mehr denn je ein klarer Blick auf die Tatsachen erforderlich. Trotzdem ergeben sich immer noch schnell überraschende Feststellungen.

Sogar heute noch erwarten allein in den USA bis zu 40 Millionen Menschen die Wiederkunft einer Person namens Jesus Christus. Jeder Mensch christlichen Glaubens wird demnach in einer Art Himmelfahrt von der Erde verschwinden. Alle, die nicht des rechten Glaubens waren, werden in einer trostlosen Welt zurückbleiben. In den USA verstehen sich lediglich etwa 15 Prozent der Bevölkerung als nichtreligiös. Nun konnte B. einen kurzen Blick auf ein solches Szenario erhaschen.

Kaum war der Tapir mal nicht da, klingelten bei B. islamistische Fundamentalisten. Obwohl Geschlechtergleichberechtigung immer noch ein ungelöstes Problem war, wollte B. versuchen, was ihm mit dem Tapir kaum gelungen wäre. Denn wenn Christen den Dialog für möglich halten, könnte auch B. versuchen, neue Wege gegenüber der menschenverachtenden Religion zu betreten. Müssen wir nun unser Bild von den wahnsinnigen Religionsfanatikern korrigieren?

“Dieses schlechte Buch war hinreichend, eine Weltreligion zu begründen, das metaphysische Bedürfniß zahlloser Millionen Menschen seit 1200 Jahren zu befriedigen, die Grundlage ihrer Moral und einer bedeutenden Verachtung des Todes zu werden, wie auch, sie zu blutigen Kriegen und den ausgedehntesten Eroberungen zu begeistern. Wir finden in ihm die traurigste und ärmlichste Gestalt des Theismus”, sagte Arthur Schoppenhauer.

Studierenden aus dem entchristianisierten Greifswald ist er schon lange bekannt, aber er hat es verdient, weltweit berühmt zu werden: der Tapir. Bissig, schmerzhaft realistisch und religionskritisch bis an die Grenzen des guten Geschmacks in Form des “Gotteslästerungsparagraphen” §166 StGB setzt sich sein Zeichner Kai-Uwe Makowksi seit Jahren mit dem Verhältnis des Bösen in uns, in der Welt und seinen ganz alltäglichen Folgen auseinander.

 
Zuschauer
Schaufenster