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Im HVD wird weiter die Frage diskutiert, inwiefern die Mitglieder ein weltanschauliches Bekenntnis vertreten. Beim Magazin „diesseits“ wird dazu erneut Stellung genommen. “Das Humanistische Selbstverständnis ist kein Bekenntnis”, heißt es dort. Das begriffliche Verständnis von Humanismus soll prinzipiell einfach gehalten werden. Der Verband dürfe zudem nicht die eigene Institution in solche Definitionen einschließen oder grundlegende Texte zum Bekenntnis zu erklären. Andernfalls würden die Fehler der Kirchen wiederholt werden.

„Das gute Buch“ heißt die jüngste Veröffentlichung des britischen Philosophen und Schriftstellers A. C. Grayling. Der Untertitel des Werkes wird für Erstaunen und Irritationen bei nichtreligiösen Menschen sorgen: „A Humanist Bible“. Beim Verlag heißt es, Grayling habe sich an eine der herausforderndsten Aufgaben für einen Schriftsteller gewagt. Die „Huffington Post“ beschreibt das neue Buch als „Destillat von Weisheit und Einsicht der größten Denker der Welt“.

Sommer, Sonne und ganz viel Spaß – das versprechen Bjørn Torjus Hanssen, Oda Aase Johnsen und Dan-Raoul Miranda vom Jugendverband der norwegischen Humanisten, Humanistisk Ungdom. Vom 6. bis zum 11. August 2011 wollen sie Gleichgesinnte aus der ganzen Welt kennenlernen. Mindestens zwei Dutzend Plätze sind deshalb für internationale Gäste reserviert. Ein Thema des ersten Sommercamps von Humanistisk Ungdom ist das vom Welthumanistenkongress, der anschließend in Oslo beginnt: Humanismus und Frieden.

Gibt es einen Grund dafür, dass wir existieren? Warum gibt es so viel Leid in der Welt? Wie finden wir den Weg zum Glück und warum macht Sex Spaß, Sterben aber nicht? Vor kurzem erschien ein neues Buch von Michael Schmidt-Salomon – gemeinsam mit seiner Tochter Lea Salomon verfasst. “Leibniz war kein Butterkeks – Den großen und kleinen Fragen der Philosophie auf der Spur”. Wer die neuesten Ideen aus der Feder des philosophischen Duetts live erfahren will, muss schnell sein: Die Lesereise zum Buch beginnt in wenigen Tagen und die Eintrittskarten könnten knapp werden.

Hedonismus ist ein Basispostulat für eine Ethik aus Individualität und Freiheit. Der Physiker und Philosoph Prof. Bernulf Kanitscheider ist davon überzeugt. Am Samstag eröffnet er eine neue Veranstaltungsreihe der Humanisten in der Region Rhein-Neckar. “Alle Menschen streben von Natur aus nach Freude, Glück und Wohlbefinden”, so Kanitscheider. Er will deutlich machen, inwiefern dieser Fakt als essenziell für eine individualistische Moralphilosophie verstanden werden muss. Zwei individualistische Hedonisten treten wenige Tage später auf: Lea Salomon und ihr Vater lesen „Leibniz ist kein Butterkeks“.

David Niose hat sich über die Stufen von Religiosität unserer Spezies Gedanken gemacht. In einem kürzlich veröffentlichten Aufsatz unterscheidet er zwischen prä-theologischen Wesen, theologisch orientierten Existenzen und deren Nachfolger: dem post-theologischen Dasein. Solch einem Leben mangelt es nicht an den positiven Elementen der Religionen. Auch ein naturalistischer und post-theologischer Standpunkt lässt noch eine Menge Möglichkeiten für Ehrfurcht, Staunen und tiefgreifende Gedanken. Für theologische Institutionen ist aber immer weniger Raum, meint er. Denn viele der “großen Fragen” wurden beantwortet.

Schenkt man den Quellen Glauben, wurde gestern vor 202 Erdjahren der britische Naturalist und Naturforscher Charles Darwin geboren. Er begründete die Evolutionstheorie und verhalf Vögeln auf den Galapagos-Inseln zu erheblicher Aufmerksamkeit seitens der Spezies Mensch. Die Erforschung der Evolution zerlegt weiter antike Weltbilder und bietet Potential, nachhaltig das Denken zu reformieren. In den USA wird jetzt sogar versucht, Charles Darwins Geburtstag als offiziellen Feiertag zu verankern. Sind wir Zeugen einer neuen Heiligenverehrung? Doch was war da überhaupt los, am „Darwin-Tag“? Ein Blick ins Netz.

Im Hinduismus sind Kühe heilig, im Judentum Schweine „unrein“ und überzeugte Muslime machen auch um Hunde einen weiten Bogen. Eine endgültige Erklärung religiöser Tabus ist eine kniffelige Angelegenheit, so der Evolutionspsychologe Nigel Barber. Er beschäftigte sich mit Argumenten und Gegenargumenten, die derzeit existieren. Neuere Theorien der Evolutionspsychologie haben dabei einiges für sich, meint er. Diese Tabus dienten unter anderem zur Abgrenzung von anderen Gruppen. Aber auch die säkulare Ethik befindet sich hier in einer rapiden Entwicklung.

„Schmutz gegen Schmutz“ – Atheistische Studierende an der Universität San Antonio im US-amerikanischen Bundesstaat Texas haben unter diesem Motto vor kurzem erneut eine religionskritische und sehr kontroverse Kampagne veranstaltet. Sie boten ihren Kommilitonen an, ihre Bibeln gegen pornografische Magazine zu tauschen. „Wir tun das, um die Nachricht zu verbreiten, dass Bibel, Koran und Thora sowie alle vergleichbaren Sachen unserer Ansicht nach mindestens genauso schlimm sind wie Pornografie“, erklärte ein Teilnehmer der Aktion.

“Vermute, da ist nichts drin.” An diesem Wochenende versammeln sich in Berlin, auf Honolulu, in Neuseeland oder auch den Außenposten in der Antarktis einige Tausend Skeptiker. Sie wollen öffentlichkeitswirksam die Wirkstofflosigkeit von homöopathischen „Medikamenten“ demonstrieren. Die GWUP veröffentlichte nun ihren ersten Aufklärungsfilm zum Thema.

Über den Sinn und Widersinn von traditioneller Religion lässt sich leidenschaftlich streiten. Hier sind es jedoch regelmäßig nicht vor allem Geschmacksfragen über die letztlich zu entscheiden ist, sondern harte Fakten. Auch wenn es gläubigen Menschen meistens schwer fällt, das zu akzeptieren. Um es mit Richard Dawkins Worten auszudrücken: Es handelt sich in diesen Fällen nicht selten um schlechte Poesie, die gut und gerne wiederlegt werden kann. Doch auch die akustische Poesie setzt nicht nur Geschmack voraus – zumal sie nur zu leicht das Opfer übler Manipulation durch Massenmedien wird. Und diese Zustände haben zunehmend Orwellsche Qualität.

Ein Gedankenexperiment: Wie hieß dein letzter gelesener Artikel – im Internet? War es vielleicht dieser hier, oder vielleicht das aktuelle Thema? Es kann tatsächlich schwierig werden, sich zu erinnern. Aber das Netz und seine Milliarden von Infoschnipseln machen es uns auch nicht leicht. Noch ist das klassische Medium auf Papier nur Text: ohne Verlinkungen, blinkende Werbung oder anderen Ablenkungen gespickt. Aber warum auch nicht, würde es unserer Internetnutzung nicht sogar entgegen kommen? Vernetztes Wissen ist die neue Zukunft. Nicht mehr das Wissen an sich, sondern das Wissen, wo es zu finden ist. Falsch, sagt Nicholas Carr in seinem neuen Buch.

„Talking Science“ heißt das Motto des Talentwettbewerbs „FameLab“ für junge Wissenschaftsvermittler, den der British Council 2011 zum ersten Mal nach Deutschland bringt. Gesucht werden junge Akademiker, die ihre Projekte spannend und interessant präsentieren. Zur Darstellung ist alles erlaubt, was am Körper getragen werden kann. Sei es ein Kontrabass, ein aufblasbarer Delphin oder ein Totenschädel – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Unter anderem wurde so schon erklärt, wieviele verschiedene Sorten Eis es aus wissenschaftlicher Sicht gibt.

Wissenschaftliche Fakten und Philosophien in einem musikalischen Erlebnis transportieren – das ist das Ziel von John Boswell. Deshalb hat er das Projekt „Symphony of Science“ ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt steht vor allem der Blick in die Sterne.In aufwändigen Kompositionen aus Animationen, Dokumentaraufnahmen und Musik hat er schon acht Clips als Hommagen an Carl Sagan, Richard Dawkins, Stephen Hawking, Ann Dryan und viele andere Vordenker der Wissenschaft veröffentlicht, die seit einiger Weile auf YouTube bestaunt werden können.

 
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