
Uwe Lehnert. Foto: Nic Frank
Gesellschaft – Der deutsche Bundespräsident sollte die Existenz der Millionen Konfessionsfreien sowie die Humanistinnen und Humanisten in Deutschland endlich würdigen. Dazu hat der Bildungsinformatiker und Buchautor Uwe Lehnert den Bundespräsidenten Joachim Gauck am Samstag in einem Offenen Brief aufgefordert.
In seinem Schreiben schlug Lehnert vor, dass Joachim Gauck zu diesem Zweck einmal die Organisationen von organisierten Humanistinnen und Humanisten besucht, wie die Giordano-Bruno-Stiftung, den Humanistischen Verband Deutschlands oder die Evolutionären Humanisten Berlin-Brandenburg, einen vor drei Jahren gegründeten Verein mit heute fast 100 Mitgliedern.
Uwe Lehnert ist unter anderem Autor des mittlerweile in 4. Auflage erschienenen Buches „Warum ich kein Christ sein will“, in dem er seinen eigenen Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung darlegte und ein Plädoyer für einen säkularen Humanismus als alternative Weltanschauung mit fundierten ethischen Prinzipien formulierte.
Im Brief heißt es weiter, Lehnert wünsche sich, dass der deutsche Bundespräsident als „Repräsentant eines um Aufklärung und Demokratie bemühten Landes“ jede Bürgerin und jeden Bürger, der sich um das Gemeinwohl verdient mache, einmal in eigenen Worten würdige.
Dabei erinnerte der frühere Inhaber des Lehrstuhls für Bildungsinformatik an der FU Berlin den Bundespräsidenten daran, dass mittlerweile rund 28 Millionen Konfessionsfreie in Deutschland leben. „Sehr viele von ihnen denken und handeln nach den Prinzipien eines wissenschaftlich, säkular und menschenrechtlich orientierten Humanismus“, so Lehnert im Schreiben an Gauck.
Lehnerts neuer Brief ist nicht die erste Aufforderung an den Bundespräsidenten, die Existenz und Interessen von nichtreligiösen und konfessionsfreien Menschen in Deutschland angemessen zu würdigen.
Auch Frieder Otto Wolf, Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands und Philosophieprofessor an der Freien Universität, hatte sich in einem Gratulationsschreiben nach der Wahl im März mit einer entsprechenden Bitte an den Bundespräsidenten gewandt und Joachim Gauck an die weiter wachsende Gruppe von Menschen erinnert, „die ein Leben in Freiheit und Verantwortung führen“, ohne sich einer der traditionellen Konfessionsgemeinschaften verbunden zu fühlen.














Uwe Lehnert sei Dank für diesen wichtigen Brief. Es ist nicht nur ein Drittel, welches sich vom Glauben verabschiedet hat, es sind über 50%, die den Glauben an einen personalen Gott verloren haben. Und es es ist dringend nötig, dass diese Teile der Bevölkerung sich bemerkbar machen. Vielleicht kann ihre Anzahl den Politikern Mut machen, sich den Anmaßungen der Klerikalen entgegenzustemmen.
Liebe Politiker
Halten Sie doch nur einmal im Tagesgeschäft inne und überlegen Sie, welches Wählerpotential in den Konfessionslosen steckt. Wir sind ja nicht nur die aus der Kirche ausgetretenen, sondern bei uns sind ja auch die kirchlichen Mitläufer. Wir sind aber trotzdem demokratisch, humanistisch, ethisch, wir sind eben nur nicht die vielleicht 12 bis 15 Prozent der Bevölkerung, die Gott ernst nehmen. Und wir sind der Meinung, Sie sollten uns 85 Prozent ernstnehmen und VERTRETEN!
Man sollte sich einmal im Sessel zurücklehnen und sich klarmachen, was das eigentlich passiert. Herr Gauck, der Präsident der Bundesrepublik Deutschland, der höchste Repräsentant unseres Staates, ist von Beruf Theologe. Er wohnt und lebt gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin im Schloss Bellevue in Berlin, und sie hat die Pflichten einer ersten Frau im Staate. Dabei ist aber Herr Gauck nach wie vor verheiratet mit einer anderen Frau.
Soweit die Fakten. Ich habe absolut nichts gegen diesen Zustand, aber was sagen die Kirchen dazu? Ist dies in ihren Augen nicht die Versinnbildlichung der Unmoral? Sie sagen nichts dazu, offenbar ist die Heiligkeit der Ehe bei Herrn Gauck außer Kraft gesetzt. Wieder einmal kann man sehen, dass die Glaubenslehre der christlichen Kirche eins nicht ist. Konsequent!