Religion – John Hagee, ein amerikanischer christlicher Prediger und Multimillionär, hat in einer Rede am vergangenen Sonntag die nichtreligiösen Menschen im Land dazu aufgefordert, die USA zu verlassen.
Aufgedeckt hatte das die US-amerikanische Organisation Right Wing Watch, welche die konservative Rechte in den Vereinigten Staaten beobachtet und ähnliche Aufgaben übernimmt wie MemriTV für den Mittleren Osten. Hagee zählt finanziell und politisch zu den einflussreichsten Personen im amerikanischen Protestantismus.
„Dieses Land wurde nicht für Atheisten und nicht von Atheisten aufgebaut“, rief der Prediger vor laufender Kamera mehreren Tausend Gläubigen zu, die begeistert applaudierten. Wenn der christliche Glaube an Gott für Atheisten anstößig sei, sollten sie das Land verlassen.
„Wir wollen euch nicht und wir werden euch nicht vermissen, das verspreche ich euch“, so Hagee unter lautem Applaus des Publikums. Die USA waren und werden immer ein Land der bibellesenden und betenden Menschen bleiben, meinte er.
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Verschärft hat sich der Ton solcher US-Prediger nur scheinbar, auch wenn die Hassreden christlicher Gläubiger zunehmend mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erhalten. Und selbst wenn die Stimmungsmache gegen die nichtreligiöse Minderheit in den USA eine noch größere Auswirkung im Alltagsleben hat als in Deutschland, beteiligen sich auch einflussreiche Prediger hierzulande daran.
Zuletzt hatte der katholische Armee-Bischof Franz-Josef Overbeck für Aufsehen und Strafanzeigen gesorgt, als er in einer Ansprache vor ranghohen Bundeswehrangehörigen den nichtreligiösen Menschen das Menschsein absprach – welche den statistischen Daten zufolge nicht nur eine Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland stellen, sondern auch unter den Soldatinnen und Soldaten.
Die Aufforderung des US-Predigers Hagee richtete sich jedenfalls nicht nur gegen einen erheblichen Teil der US-Bevölkerung. Unterschiedlichen Untersuchungen nach gibt es zwischen 30 und 100 Millionen Menschen im Land, die nicht den Glauben der traditionellen Religionen teilen.
Unter US-Wissenschaftlern glaubt nur ein Drittel an einen Gott, wie das Meinungsforschungsinstitut Pew Forum on Religion & Public Life im Jahr 2009 herausfand. Auch bekannte Unternehmer wie Warren Buffett und der Microsoft-Gründer Bill Gates gehören zu denen, die nicht an Götter glauben. Einen größeren Überblick über nichtgläubige Menschen, auch aus den Vereinigten Staaten, liefert die „AHA!“-Reihe, welche seit einigen Wochen der Humanistische Pressedienst vorstellt.














… und die Indianer sagen: “Ausländer raus!”
Mit Drohungen und gehässigen Bemerkungen jeder Art sind die nächstenliebenden Christen immer gut dabei.
Nanana, “Nächstenliebe” bedeutet wohl – wie der begriff schon sagt – “seinen Nächsten zu lieben”. Über das soziale Verhältnis zum “Rest” sagt das ebensowenig aus wie darüber, wie oder woran sich diese Menge der “Nächsten” bestimmen liesse.
Religion IST ideologisch begründete Intoleranz. Alles andere wäre keine Religion.
Ähnlich interpretiert man übrigens Ehrlichkeit, Loyalität, Aufrichtigkeit im Christentum: “Du sollst kein falsch Zeugnis ablegen wider Deinen Nächsten”.
Es geht also keinesfalls um “Ehrlichkeit” – interessant aber dennoch, wie doppeldeutig sich das auslegen lässt.
Niels.
http://www.syndicat.com
“Durch den Glauben zu sehen heißt die Augen der Vernunft zu schliessen.
Der morgendliche Tag erscheint deutlicher, wenn man die Kerze löscht.”
- Benjamin Franklin
“Die einzige Person, die ein größerer Lügner ist als ein Glaubensheiler, ist sein Patient.”
- Abraham Lincoln
Nur, um mal zwei zu nennen.
Da scheint jemand die Geschichte des eigenen Landes und die Verfassung völlig zu ignorieren.
Diese Nächstenliebe…
Was für ein Witz!