
Gute Gründe für gute Stimmung im Atheisten-Team: Taslima Nasrin, Tanya Smith, PZ Myers und Rebecca Watson (v.l.) können auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.
Organisation – Rund ein Jahr ist es her, dass sich die Atheisten-Organisationen Atheist Alliance International (AAI) und die Atheist Alliance America (AAA) neu aufgestellt haben. Der Auftakt zum Neustart fand Anfang Juni 2011 bei der jährlichen European Atheist Conference im irischen Dublin statt.
Damals formierte sich der Verbund aus mehreren Dutzend Organisationen neu, um in Zukunft international effektiver arbeiten zu können. Außerdem wurden die Präsenzen im Netz verbessert. Heute informiert die Allianz über die sozialen Netzwerke rund um die Uhr.
Rund ein Jahr später nach der Tagung in Dublin und wenige Tage nach diesjährigen Tagung in Kön, an der rund 200 atheistische und säkularistische Aktivisten aus der ganzen Welt teilgenommen hatten, hat die scheidende Präsidentin der AAI, Tanya Smith, nun eine kurze Bilanz gezogen.
Dabei konnte sie sich zunächst darüber freuen, dass sich die Zahl der Mitgliedsorganisationen der AAI von 19 auf über 30 erhöht hat. Einen starken Zuwachs habe es auch bei den Mitgliedschaften von Einzelpersonen gegeben. Insgesamt war die Allianz an fünf Conventions weltweit beteiligt, darunter in Australien und Asien.
Zusätzlich konnte im vergangenen Jahr die öffentliche Darstellung und die interne Kommunikation verbessert werden, so Smith. Erfolgreich sei die AAI auch dabei gewesen, Ratschläge und Kontakte für Gruppen zu vermitteln, die sich künftig zu neuen Mitgliedsorganisationen entwickeln könnten.
Und als der Indonesier Alexander Aan sich am Anfang des Jahres der Blasphemie bezichtigt war, war es auch endlich gelungen, deutlich vernehmbar darauf aufmerksam zu machen und international dagegen zu protestieren. Die Freilassung des inhaftierten Aan konnte die AAI trotz der Zusammenarbeit mit lokalen Aktivisten allerdings noch nicht erreichen.
Um hier in Zukunft schneller und wirksamer auf Entscheidungsträgern im internationalen Rahmen einwirken zu können, hat sich die AAI um den konsultativen Status bei den Vereinten Nationen und dem Europarat beworben. Sofern dem Antrag stattgegeben wird, kann der Dachverband künftig direkt mit Vertretern der Staaten und den Mitgliedern in den Gremien in Kontakt treten. Es wäre ein wichtiger Schritt, um international mehr Beachtung und Einfluss erlangen zu können.
Neben den organisatorischen Restrukturierungen wurde auch die Unterstützung für die Kasese Humanist Primary School in Uganda fortgesetzt, so Smith. Die humanistische Grundschule bietet säkulare Betreuung und Ausbildung für Kinder im Alter von 4 bis 13 Jahren, die aus den Gemeinden der Region kommen. Es ist die erste Schule dieser Art im Distrikt Kasese.
Tanya Smith wird zukünftig der Argentinier Carlos Diaz im Amt des Präsidenten nachfolgen. Smith wird aber weiterhin als Direktorin der Allianz aktiv bleiben.
Zum neuen Vorstand gehört auch weiter René Hartmann, Vorsitzender des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten. Der Bund war zuletzt Veranstalter der vor kurzem durchgeführten Atheisten-Tagung in Köln, über die gestern auch Spiegel Online berichtete.
Zur Bilanz des vergangenen Jahres sagte Hartmann: „Ich bin beeindruckt über die vielversprechende Entwicklung der Atheist Alliance International in den zurückliegenden zwölf Monaten und freue mich auf die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen IBKA und AAI.“














Weiterhin alles Gute.
Habe mir heute endlich die Weihnachtsgeschenke besorgt: einige Meisenknödel.