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Dawkins‘ Weg zum Atheismus

Richard Dawkins hat die Bevölkerung Irlands zur Ehrlichkeit aufgerufen. Neues Buch soll im Herbst 2014 erscheinen.

Foto: Fort Bragg / Flickr / CC-BY-SA

Literatur – Wie die New York Times berichtete, soll voraussichtlich im Herbst 2014 ein Buch erscheinen, in dem der Evolutionsbiologe Richard Dawkins über den Weg zum Unglauben und seine Arbeit im Bereich des Atheismus schreibt. Bisher hat Dawkins elf Bücher geschrieben, von denen „Das egoistische Gen“ und „Der Gotteswahn“ zu den wohl einflussreichsten Schriften zählen.

Der Vertrag für das neue Buch wurde mit Ecco Press, einem Ableger des Verlags HarperCollins, unterzeichnet. „Dawkins wird die Geschichte seiner eigenen intellektuellen Evolution erzählen, und wie seine bahnbrechende Arbeit als Wissenschaftler zu seiner Arbeit als Atheist führte“, erklärte ein Sprecher von Ecco Press. Daniel Halpern, Herausgeber von Ecco, bezeichnete es als eine Ehre, mit einem derart einflussreichen Autor arbeiten zu dürfen. Einen Titel für das Buch gibt es noch nicht.

Erst Ende März hatte Richard Dawkins bei der „Reason Rally“ in den Vereinigten Staaten vor rund 20.000 Menschen dazu aufgerufen, die religiösen Behauptungen von Menschen nicht zu respektieren und ihre Glaubensvorstellungen wie die von der „Transsubstantiation“ auch öffentlich als lächerlich zu entblößen und sich darüber lustig zu machen. Niemand solle sich Konventionen unterwerfen, denen zufolge man über Religion am Besten nicht redet.

Bei einer Rede am Montagabend in der Nationalen Konzerthalle Irlands, die Teil eines Schriftsteller-Festivals in Dublin war, rief Dawkins außerdem die Bevölkerung des Landes dazu auf, ehrlich zu den eigenen Überzeugungen zu stehen.

Der Anlass für seinen Appell war eine repräsentative Umfrage, welche die Irish Times vor kurzem in Auftrag gegeben hatte, und deren Ergebnissen zufolge zwei Drittel der Einwohner Irlands nicht an die Transsubstantiation, die Wandelung von Brot und Wein in den Leib und das Blut des christlichen „Gottessohnes“, glauben.

Lediglich eine Minderheit zeigte sich bei der Umfrage davon überzeugt, dass das Ritual tatsächlich zu einer Wesensverwandlung der physikalischen Substanz führe. Wer jedoch nicht die kirchliche Lehre akzeptiere und nicht an die Transsubstantiation glaube, sei kein katholischer Gläubiger, so Dawkins.

„Wenn die Menschen ehrlich wären, würden sie das zugeben und sagen, dass sie nicht länger Katholiken sind.“ Den Ergebnissen der Umfrage gebühre ein gewisses Maß an Spott, meinte er außerdem und erklärte, dass er solchen nicht zu verhindern versuchen würde.

Er drückte außerdem seine Freude über die Priesterzahlen aus, die in einer „schönen“ Weise zurückgingen. Das Wachstum der atheistischen Bewegung in Irland sei ermutigend, meinte Dawkins.

Eine allmähliche Verlagerung der Gesellschaft zu „Wissenschaft und Vernunft“ auf Kosten der katholischen Kirche begrüßte er. Zudem sei im Zuge der Kontroverse um den Kindesmissbrauch die Autorität der Kirche erodiert, wobei jedoch auch die „außerordentlich tollpatschige Reaktion“ der Kirche geholfen habe.

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