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Potentiale des menschlichen Verstands würdigen

„Nationaler Tag der Vernunft“: US-Politiker Pete Stark rief am Freitag im Repräsentantenhaus zur Anerkennung auf.

Bild: American Humanist Association

Kultur – Der US-Abgeordnete Pete Stark hat am vergangenen Freitag im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten dazu aufgerufen, den seit 2003 von säkularen und humanistischen Organisationen begangenen „Nationalen Tag der Vernunft“  zu würdigen. Derzeit wird eine Petition an Präsident Barack Obama vorbereitet, den Tag auch offiziell anzuerkennen.

Stark betonte in seiner kurzen Rede vor dem Repräsentantenhaus, dass der in diesem Jahr am 3. Mai stattfindende Tag als Gedenk- und Feiertag für die Anwendung der Vernunft und ihren positiven Einfluss auf die Menschheit verstanden werden soll.

Er verwies auf die vor kurzem in Washington abgehaltene „Reason Rally“, bei der sich Menschen aus allen Ecken des Landes getroffen hatten, um deutlich zu machen, dass Vernunft das maßgebliche Prinzip in der Demokratie sein müsse. In einer Nation mit Bürgerinnen und Bürger unterschiedlichster Herkunft und Glaubenshaltungen sei die Kultivierung intelligenter und moralischer Interaktionen zwischen allen Menschen das Mittel der Wahl zur Lösung vieler Probleme

Probleme wie der Truppenabzug aus Afghanistan, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Bildung der Kinder sowie der Erhalt der Sicherheit könnten durch die Anwendung von Vernunft gelöst werden, betonte er. „Wir müssen ebenfalls die reproduktiven Rechte der Frauen, die Integrität der wissenschaftlichen Forschung und das öffentliche Bildungssystem vor denen schützen, die sich zu deren Unterminierung hinter einem religiösen Dogma verstecken würden.“

Zudem gebe der „Nationale Tag der Vernunft“ einen Anlass, sich Zeit für die Gemeinschaft zu nehmen und der Hilfsbereitschafts von säkularen US-Bürgerinnen und –Bürgern Ausdruck zu verleihen. Pete Stark rief die Abgeordneten dazu auf, sich ebenfalls am „Nationalen Tag der Vernunft“ zu beteiligen und die Bedeutung der Vernunftanwendung, des kritischen Denkens und der wissenschaftlichen Methode sowie der freien Untersuchung als Weg zur Verbesserung der Gesellschaft und der Welt in Erinnerung zu rufen.

Die American Humanist Association (AHA) und die Secular Coalition for America drückten ihre große Freude über die öffentliche Unterstützung durch den US-Politiker aus. Roy Speckhardt, Direktor der AHA, betonte noch einmal, dass der verfassungswidrige nationale Gebetstag Millionen von Menschen in den Vereinigten Staaten ausschließe, die nicht beten oder für die der Glaube eine Privatsache ist. „Vernunft ist etwas, das jeder feiern kann“, so Speckhardt.

Zustimmung dazu gab es auch bei der Secular Coalition for America, deren Sprecherin Lauren Anderson Youngblood darauf hinwies, dass bereits die Gründungsväter der USA die Trennung von Religion und Regierung als beste Garantie für die Freiheit erkannt hatten. Daher sei der „Nationale Tag der Vernunft“ auch eine Erinnerung an die Wichtigkeit der ursprünglichen Verfassungsprinzipien, die eine Alternative zum staatlichen finanzierten Theismus des nationalen Gebetstages bietet.

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