
Der Althistoriker Ronald Bilik (l.) und der Theologe Markus Lang (r.) diskutieren, wer Jesus Christus wirklich war.
Jesus Christus: Pazifist oder Nationalist? Heiler oder Hochstapler? Gottessohn oder Gotteslästerer? Gehören Sie zu den Menschen, die zwar nicht daran glauben, dass Gottes Sohn für unsere Sünden gestorben ist, aber es dennoch für wahrscheinlich halten, dass Jesus ein außergewöhnlicher, guter und liberaler Mensch war?
Das Christentum propagiert ein Jesusbild, das nicht nur übernatürliche Wesenszüge trägt, sondern auch einem ethisch-modernen Ideal entspricht. Demgemäß haben die meisten Menschen eine sehr idealisierte Jesus-Vorstellung. Aber zeichnet die Bibel überhaupt ein einheitlich-positives Jesusbild? Und vor allem: Was wissen wir wirklich von dem Mann aus Nazareth? Wie gesichert sind die historischen Fakten und welche außerbiblischen Quellen gibt es überhaupt? Kann die wissenschaftliche Forschung belegen, dass der Jude Jesus ein ganz anderer war und niemals eine neue Religion gründen wollte, oder sind die historischen Jesus-Konstruktionen auch wiederum nur hypothetisch?
Die meisten modernen Theologen erkennen mittlerweile historische Forschungsergebnisse an, aber was bleibt übrig von dem Jesus des Christentums und wie lassen sich diese Erkenntnisse trotz allem mit dem Glauben verbinden?
Darüber und noch mehr diskutieren Sabina Grömmer und Jorit D. Posset heute Abend auf dem offenen Fernsehsender Okto mit Ronald Bilik, einem promovierten Althistoriker. Bilik meint, dass die historischen Fakten mit den christlichen Illusionen unvereinbar sind und das Christentum durch ihre eigene „Heilige Schrift“ widerlegt wird.
Markus Lang, promovierter Theologe und Assistent an der Evangelisch-Theologischen Fakultät am Institut für Neutestamentliche Wissenschaft der Universität Wien, tritt als gläubiger Christ für eigenständiges Denken und eine kritische Auseinandersetzung mit der Bibelgeschichte ein.
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Ich sehe inzwischen unsere monotheistischen Religionen vertreten durch die Kirchen als der Grund für das Trennende zwischen den Menschen. Denn ein Bild, wo ein Gott über uns steht lässt auch zu, dass Menschen über Menschen stehen. Dagegen ist ein Bild, das das göttliche in uns selbst liegen sieht, verbindend, und das mit allem, was in der Welt ist. Mit diesem Bild gäbe es keine Raubbau an der Natur, wie wir das gerade sehen und auch keine Zinswirtschaft, durch die sich die Habenden bei den Armen bereichern: http://faszinationmensch.wordpress.com/2011/12/28/haben-die-kirchen-die-lehren-jesus-bis-zu-unserer-bewusstlosigkeit-fur-ihre-zwecke-verbogen/
@ Dr. Bartonitz, es ist wirklich rührend wie Sie dem Irrationalismus verfallen sind. Was bitte, ist das Göttliche in uns? Wollen Sie die Gottesillusion aufteilen und in den einzelnen Menschen sehen? Mit Gott in uns allen, dann gibt es keine Zinsknechtschaft und keine Umweltzerstörung mehr. Narrhallamarsch.
welch rührender Glaube…
schön wenn man sich die Weltformel herwünschen kann, doch tut mir Leid – die Realität sieht anders aus Herr Bartonitz
was sie da aussprechen ist Esoterik und Paradigma… und ihre Quelle krankt an Infantilität und Einfältiger Sicht der Welt
Was für eine grässliche Verschwendung von Zeit und Ressourcen, sich noch immer den Kopf und ggf. auch andere Körperteile darüber zu zerbrechen, ob dieser Herr Jesus C. eine historische Figur ist und was er “wirklich” gedacht und gesagt haben mag! Einem wissenschaftskundigen und ethisch orientierten Menschen der Gegenwart kann das alles vollkommen wurscht sein, denn der Ausgangspunkt seines Denkens und Handelns ist das bestbestätigte Wissen über die Welt, und im Zentrum seines Strebens steht die Vorbeugung, Linderung und Beseitigung unerwünschten und vermeidbaren Leides. Er konsultiert Wissenschaftler und Philosophen und hat keinerlei Bedarf an “Göttern” und ihren Sprösslingen.