
Foto: BHA
Rund 500 Menschen haben nach Schätzungen von Beobachtern heute am ersten Marsch für ein säkulares Europa in London teilgenommen. Der Protestmarsch, der von der British Humanist Association (BHA) und der National Secular Society in Großbritannien initiiert wurde, wanderte am Vormittag durch die Londoner Innenstadt und endete mit Kundgebungen gegenüber der Downing Street, dem Sitz des britischen Premierministers.
Die Teilnehmerzahl blieb hinter den Hoffnungen zurück, die sich bereits einige tausend Menschen beim Marsch gewünscht hatten. Andrew Copson, BHA-Direktor, und David Pollock, Präsident der European Humanist Federation, zogen nach der Veranstaltung trotzdem eine sehr positive Bilanz. „Natürlich wären noch viel mehr Menschen ein großartiger Erfolg. Aber bis vor wenigen Jahren wäre so ein Marsch überhaupt noch undenkbar gewesen“, meinte Copson.
„Ich hoffe, wir können so noch viel mehr Aufmerksamkeit für die Risiken erzeugen, die in Europa vorhanden sind, weil Kirchen und besonders die katholische Kirche sich die EU zum Komplizen machen“, sagte David Pollock. Die Vertreter der Kirche seien über 15 Jahre lang mit der Machtergreifung in den EU-Institutionen beschäftigt gewesen, bevor die säkularen und humanistischen Organisationen darauf aufmerksam wurden.
Der Marsch für ein säkulares Europa wandte sich unter anderem gegen die Privilegierung religiöser Organisationen in Politik und Gesetzen sowie die Macht des Vatikans und seinen Status bei den Vereinten Nationen.
„Sie konnten sich etwa durch den Vertrag von Lissabon das Recht auf einen direkten Dialog mit den Institutionen und ihren Vertretern sichern“, so Pollock im Interview. Und das Privileg werde natürlich vollständig ausgeschöpft. Zwar hätten Vertreter der European Humanist Federation theoretisch das gleiche Recht auf solche Kontakte, aber die EU-Kommission sei gegenüber den Bemühungen der EHF „sehr unwillig, das auch in die Realität umzusetzen.“
Es gebe trotz aller Bemühungen nur einen minimalen Kontakt. „Sogar mit den europäischen Freimaurer wird mehr gesprochen als mit uns“, sagte Pollock weiter. Als Ursache sieht er ein „starkes Kader katholischer Politiker in ganz Europa“. Deshalb muss das Bewusstsein in der allgemeinen Bevölkerung, die ja normalerweise sehr säkular eingestellt ist, erhöht werden. Pollock forderte in seiner Rede am Abschluss der Demonstration die Organisationen auf, sich zur Sicherung der Menschenrechte und gegen die herrschende Dominanz zu vereinigen.
Sprechchöre forderten während der Demonstration die Verwirklichung von Frauenrechten, Kinderrechten und von Rechten homosexueller Menschen. Dazu brauche es ein säkulares Europa. Die Rufe wandten sich zudem gegen Konfessionsschulen, in denen Kinder und andere Heranwachsende trotz staatlicher Finanzierung auf Grundlage religiöser Lehren indoktriniert werden. Sue Cox, Sprecherin für die Interessen von durch sexuellen Missbrauch betroffene Menschen, kam ebenfalls zu Wort um vor Gefahren von zuviel Einfluss religiöser Organisationen auf staatliche Strukturen zu warnen.
Im Protestzug, in dem sich auch einzelne Anhänger der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters durch ihr Piraten-Outfit zu erkennen gaben, fanden sich neben vielen Säkularisten, Humanisten oder christlichen Gläubigen sogar Angehörige neuheidnischer Bewegungen. Schätzungen zur Anhängerzahl belaufen sich in Europa auf einige Zehntausend und wenige Hunderttausend. Stanton Drew sagte, auch Heiden wollten ein säkulares Europa. Die Positionen des Marsches und die Haltungen zu Frauenrechte, Kinderrechte oder den Rechten von homosexuellen Menschen werden von den meisten Heiden voll geteilt, hieß es. „Es ist notwendig, den Menschen nicht nur beim Thema der religiösen Privilegien die Augenbinde wegzunehmen. Stanton: „Homosexualität ist auch keine Krankheit, Frauen und Männer sind gleich geschaffen.“
Die Bürgerrechtlerin Maryam Namazie verwies bei der Abschlusskundgebung darauf, dass viele verschiedene Definitionen des Begriffs Säkularismus existieren und warnte davor, ihn durch Lobbyisten religiöser Gruppen aufweichen zu lassen. Heute werde Säkularismus mehr als jemals gebraucht, sagte sie außerdem und verwies darauf, dass die Kirchen nicht die einzigen Gegner stellen.
„Islam ist ein zentrales Thema bei der Debatte über den Säkularismus“, meinte sie weiter und forderte die Teilnehmer dazu auf, um diese Tatsache nicht auf Zehenspitzen herumzuschleichen. Namazie machte ihr Unverständnis deutlich, falls Humanisten oder andere Menschen mit liberaler Haltung Handlungen von Muslimen auf Basis islamisch-konservativer Ansichten entschuldigen oder die Existenz von Scharia-Gerichten verteidigen. „Beim Säkularismus geht es nicht nur um eine Religion und Islam ist in vielen Ländern der Welt an der Stelle der Staatsgewalt.“ Die Regierungen dieser Länder zielen nicht darauf, die Menschenrechte zu verteidigen, gegen Diskriminierungen von Minderheiten und für eine Gesellschaft aus vor dem Gesetz gleichen Menschen einzutreten, erinnerte sie und stellte auch fest: „Religion im Staat und dem Bildungssystem hat nichts mit Glaube zu tun, sondern politischer Macht.“















Die immer stärkere Präsenz von Muslimen wird zur Frage wirtschaftlichen Überlebens
Die heutige westliche Kultur finanziert ihren hohen Lebensstandard primär durch modernste Fertigungsprozesse und Logistiksysteme gestützt durch ein breites Spektrum an Wissen und Forschung. Eine Parallelgesellschaft aus Muslimen usw. senkt den Lebensstandard aller erheblich, bildungsresistente Analphabeten in Massen lassen sich nicht bei gleichem Wohlstand in das Sozial- und Wirtschaftssystem eingliedern. Die handwerklich orientierten Slums und Viertel der Immigranten in den westlichen Städten bei >45% Arbeitslosigkeit der Jugendlichen funktionieren auf niedrigstem Wirtschaftsniveau ohne jegliche Hochtechnologie, die allein zu über 50% exportiert wird und damit den hohen Lebensstandard ermöglicht.
Die moralische Frage wie viele Wirtschaftsflüchtlinge ohne Wissen, Ausbildung und Lernbefähigung man akzeptieren will, die niemand eingeladen hat hier zu sein, die Frage sollte jeder selber beantworten und auch sagen, auf was er an Komfort notfalls verzichten will. Das Ideal hiesiger Gutmenschen allen Menschen den gleichen Wohlstand zu bieten scheitert an mangelnden Ressourcen der Erde und weil 2 Milliarden Menschen mit vorrangig islamischen Regierungen weniger wissenschaftliche Bücher produzieren als z.B. Portugal und weniger Patente und Lizenzen anmelden als Liechtenstein oder Andorra.
emporda, Ist ihnen eigentlich klar, was sie da fordern?
Die heutigen Immigrationsbeschränkungen sind hart genug.
Wer keine enge Verwandtschaft (nur Ehepartner oder minderjährige Kinder) in D. hat, eine hohe berufliche Qualifikation mitbringt (für die es nicht schon genug Deutsche gibt) oder ein Jahresgehalt über 66.000€ aufweisen kann hat keine Chance.
Inwiefern wollen sie diese Gesetzgebung noch verändern? Immigranten mit deutschem Pass rauswerfen? Fachkräfte vor der Tür stehen lassen? Familien auseinander reißen und Ehen mit Ausländern unmöglich machen?
Die ca. 100.000 Einbürgerungen jährlich reichen doch noch nicht mal, um den Bevölkerrungsrückgang einzudämmen!
Die aktuell stellenweise auftretenden Parallelgesellschaften sind logische Folge der verkorksten, lange Zeit gar nicht vorhandenen, Integrationspolitik der Vergangenheit.
Zu oft sind Menschen, die sich Freiheit, Aufklärung und Demokratie verpflichtet fühlen, bereit bei fremden Kulturen ein oder zwei Augen zuzudrücken. Das Fremde wird geliebt und rationale Kritik wird als Ausdruck westlichen Dominanzstrebens oder nationalistischer Engstirnigkeit diffamiert.
Ich möchte diesen Zeitgenossen eine kollektivistische Grundhaltung unterstellen, sie können ihre Mitmenschen nicht als Individuen begreifen, sondern nur als Teil eines fremden kulturellen Kollektivs, das jede Achtung zu verdienen hat. Wenn ich bösartig drauf bin rede ich vom Rassismus der Antirassisten.
@ emporda,
man wird sich auf Quoten verständigen, die festlegen wieviele Flüchtlinge nach Europa einwandern dürfen. Denn das Gewissen der Gutmenschen will das Elend dieser Menschen nicht ertragen. Die Frage bleibt, ob die Quoten erhöht werden oder ob man zu den alten Abwehrmaßnahmen zurückkehren will, wenn sich die Quoten als nicht ausreichend herausstellen.
Da der Vatikan eine bemerkenswerte Mitschuld an der Überbevölkerung in Afrika trägt, sollte er auch jedes Jahr 50000 Flüchtlinge aufnehmen.
@ Oskar12,
es ist richtig, dass 100.000 Einbürgerungen den Bevölkerungsrückgang nicht eindämmen. Aber ist das denn wünschenswert? Ich denke nein. Deutschland ist schon zuviel vollgestopft mit Siedlungen. Ein Bevölkerungsrückgang wäre eine Wohltat für die Natur.
Die Parallelgesellschaften sind nicht das Ergebnis einer verfehlten Integrationspolitik. Nicht integriert ist hier nur eine Gruppe, und für diese wurden die Islamkonferenzen gegründet. Ich bin davon überzeugt, dass sich Menschen, die sich ihrem islamischen Glauben verpflichtet fühlen, niemals in eine überwiegend säkulare Gesellschaft integrieren werden.