Am Samstag findet der Marsch für ein säkulares Europa statt. Am Vormittag wollen Menschen durch das Zentrum der britischen Hauptstadt ziehen, um die Notwendigkeit der Trennung von staatlichen und religiösen Institutionen deutlich zu machen und die Privilegien und den Einfluss der katholischen Kirche auf Europa zu kritisieren. Der Marsch soll nahe der Downing Street mit einer Abschlusskundgebung enden.
Initiatoren des Marsches für ein säkulares Europa sind die British Humanist Association (BHA) und die National Secular Society. Die Veranstaltung wird von der International Humanist und Ethical Union sowie der European Humanist Federation unterstützt, die jeweils mehrere Dutzend säkularer und humanistischer Organisationen in Europa verbinden. Sie vertreten einige Hunderttausend von den etwa 500 bis 700 Millionen Menschen, die im als Europa bezeichneten Kulturraum leben.
Der Marsch für ein säkulares Europa will unter anderem für die Religionsfreiheit, die Gewissensfreiheit und die Redefreiheit werben. Ebenso soll die Notwendigkeit für ein weiteres Eintreten für die Gleichberechtigung und das Recht von Frauen auf selbstbestimmte Reproduktion deutlich gemacht werden. Vor allem das Recht zur Entscheidung gegen eine Schwangerschaft wird vermehrt von religiösen Gruppen angegriffen, rigidere Gesetze werden angestrebt.
Noch am nächsten Samstag werden religiöse Fundamentalisten in Berlin erneut bei einem “Marsch für das Leben” gegen das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche und Präimplantationsdiagnostik Stimmung machen. Die Veranstaltung wurde vom CDU/CSU-Bundestagsfraktionschef Volker Kauder, der CDU-Nachwuchsorganisation Junge Union und vielen weiteren christlichen Organisationen befürwortet oder unterstützt.
Hintergrund der Demonstration am Samstag in London ist, dass angesichts der wachsenden Vielfalt von Gruppen mit religiösem Bekenntnis auf dem europäischen Kontinent sowie den im Rahmen der offiziell erklärten Neuevangelisierung Europas wieder zunehmenden Versuchen der katholischen Kirche und den ihnen nahestehenden Organisationen, zentrale Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Entwicklung der menschliche Zivilisation gesichert werden sollen.
Die Zahl der Teilnehmer beim ersten Marsch für ein säkulares Europa ist noch ungewiss, erklärte BHA-Direktor Andrew Copson am letzten Wochenende. Anders als bei den Protesten wegen des Besuchs von Benedikt XVI. im vergangenen September lasse sich noch keine Besucherzahl abschätzen. „Zwischen mehreren hundert und einigen tausend Teilnehmer werden kommen“, meinte er. Zwar unterstützen auch säkulare und humanistische Organisationen in Deutschland, wie die Giordano Bruno Stiftung und der Humanistische Verband den Protestmarsch formell, allerdings sind die Mittel für eine Reise in die britische Hauptstadt äußerst begrenzt. Wahrscheinlich ist, dass lediglich Einzelpersonen aus Deutschland am Marsch für ein säkulares Europa in London teilnehmen werden.
Der Humanistische Verband Deutschlands begleitete die Veranstaltung am nächsten Samstag aber mit einer Erklärung. „Es besteht weiterhin ein dringender Bedarf, auf die dabei angesprochenen Themen aufmerksam zu machen“, sagte der Verbandspräsident Frieder Otto Wolf. Er betonte, dass die Proteste in London keine Verbannung von weltanschaulichen Auffassungen aus der Öffentlichkeit anstreben. Wolf: „Der Marsch wirbt vielmehr dafür, dass einseitige Privilegierung durch faire Gleichbehandlung ersetzt wird und illegitime Zustände durch aus aufgeklärter und säkularer Perspektive notwendige Reformen endlich beseitigt werden.“
Außerdem wird der Aufruf zur Teilnahme an der Veranstaltung am Samstag durch ein Video der Initiatoren kommentiert, in dem unter anderem Andrew Copson, Naomi Phillips und Richard Dawkins zu Wort kommen.
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Ich vermute, dass sich in absehbarer Zeit nicht mehr als die Hälfte der europäischen Bevölkerung zu einer areligiösen und wissenschaftlichen Auffassung bekennen werden. Die meisten Menschen wollen halt irgend etwas glauben. Die Zeiten als die Dogmen autoritär verordnet wurden scheinen allerdings vorbei. Heute sind die meisten so frei sich ihre Religion selbst zu basteln. Sehr beliebt ist bei den Bildungsbürgern auch der Buddhismus, wenn er ein Euro-Buddhismus mit Wellness-Faktor 10 ist.
Aber in ferner Zukunft wird die Menschheit über die ehemalige Existenz der Religionen nur noch verwundert den Kopf schütteln.
Die derzeitige Tendenz sieht etwas anders aus und läßt größere Verluste für die Kirchen erwarten.
Zur Jahrhundertwende 1900 waren >80% der Menschen in Westeuropa, Nordamerika, Australien, Neuseeland Christen, dieser Anteil ist auf 40% gesunken und wird im Jahr 2050 etwa 20% betragen. Nach einer IPSOS Umfrage von 2011 in 23 Ländern unter 18.829 Befragten glauben 50% der Meinung Gläubige sind viel zu intolerant zu ihren Mitmenschen. Länder wie die Schweiz, Dänemark, Niederlande, Norwegen, Neuseeland, Nord-Irland, Australien und Portugal haben Werte >75%. In bigotten Ländern wie USA, Russland, Ungarn, Bulgarien, Lettland, Zypern und den Philippinen wird dies nicht so gesehen. Die Beweise für die Evolution nach Charles Darwin ohne göttlichen Einfluss gelten als ausreichend in China (67%), Ägypten (50%), USA, Süd-Afrika und Indien (43%), Mexico, UK und Spanien (38%), Argentinien (37%), Russland (32%).
In der BRD sind >35% der Bürger konfessionslos, <28% evangelisch, <29% katholisch, 8% Analphabeten ohne erkennbare Zuordnung zu den 3 Gruppen. Nur 6% der Evangelen (21,6%) und 9% der katholen (30,8%) glauben das gesamte christliche Bekenntnis, wobei die Evangelen deutlich mehr Details davon in Frage stellen. Nicht einmal 1% der Bürger akzeptiert kritiklos den gesamten Christenkult und sind nach den Kriterien ihrer Amtskirche wahre Christen, der Rest sind zahlende Heiden. Damit reduziert sich die RKK rapide auf 400 Novizen/Jahr gibt es weniger als 100 Bewerber, davon sind >70% ungeeignet. Die RKK Klöster und Orden mit 22.000 Nonnen sterben aus, es sind >90% arbeitsunfähige Alte, die auf Pflege angewiesen sind.
Das Bistum Speyer löst Ort für Ort 124 von 346 Pfarrgemeinden auf, Würzburg 455 von 619, Magdeburg 44 von 186, Erfurt 10 von 16, Freiburg 747 von 1075, Trier 216 von 389 Hildesheim 224 von 348, Essen 216 von 259, Aachen 379 von 450 usw. Die RKK Bistümer vermeiden exakte Angaben zur Anzahl früherer Pfarreien als Eingeständnis ihres Versagens, die Gesamtzahl wird auf unter 1.500 reduziert. Damit rückt die Schließung von 20 der derzeit 27 Bistümer näher, <20.000 Kirchenbauten der etwa 27.000 sind überflüssig. Nicht geweihte Assistenten verlesen „Wortgottesdienste“ als Märchenstunde. Ebenso wie in Frankreich sind dies verheiratete Hilfskräfte ohne jede priesterliche Befähigung.
Priester müssen bis zu 14 Gemeinden betreuen ohne engen Kontakt zu den Gläubigen. Bei älteren und mehrheitlich behinderten Gläubigen treibt das jeden aus der Kirche. Die seit 3 Jahren durchgeführte Neuordnung der RKK mit 12% der Mitglieder, mehr als es Taufen gibt, die Eheschließungen nehmen um >50% ab. Im Bistum Aachen sind >3.000 durch Erbschaften erschwindelte Kirchenimmobilien überflüssig.
Die evangelische Kirche hatte 2009 mit 1.700 Gläubigen/Pfarrstelle zu noch viele Pfarrer, jetzt herrscht großer Mangel. Das Vertrauen in die Amtskirchen ist so niedrig wie nie zuvor. Die demographische Entwicklung und der freiwillige Religionsunterricht beschleunigen den Niedergang rasant. Nach einer Befragung durch die EKD entfernen sich alte Menschen mit >60 Jahren zunehmend von Religion und Kirche. Nach einer internen Beurteilung verliert die evangelische Kirche in 30 Jahren weitere >8 Mill. oder 35% ihrer Mitglieder.
Österreich als Land mit kirchlicher Zwangssteuer bei über 5 Millionen RKK Christen erlebt Kirchenaustritte im fatalen Ausmaß, obwohl die Menschen zu 58% an Schutzengel, 22% an Geister und 16% an die Wiedegeburt glauben. Die Austritte von 2009 sind nochmals um 60% angestiegen, die Gründe sind Sexskandale, Prügelorgien und das Theater mit den Pius-Brüdern. Die Diözese Innsbruck hat für 291 Pfarreien nur noch 144 Priester, die Diözese Salzburg für 64 große Pfarrverbände 185 Priester, in der Diözese Vorarlberg sind 35 Pfarreien ohne Priester. Nach einer Umfrage sind die Priester zu 51% für die Weihe von Frauen, zu 81% für verheiratete Priester und 41% halten ihre Kircheführung für unfähig. Die Priesterseminare wie St.Pölten sind von einst >160 Teilnehmer auf 35% gesunken. Von den 408.000 RKK Priestern weltweit ist deren Zahl in Europa mit 120.000 um 10% gesunken. Frankreich hat keine Kirchensteuer, etwa 12.000 katholische Priester sind im Mittel 77 Jahre alt. Das Erzbistum Poitiers hat für 730.000 Katholiken in 600 Pfarreien nur 66% verheiratete Priester. Im Bistum Poitier werden viele der Gemeinden mit Predigt, Katechese, Diakonie und Finanzen komplett von Laien geführt – das Ende von RKK und Zölibat ist nicht aufzuhalten.
Die „London School of Economics and Political Science“ ermittelt 2009 per Befragung von von 14.000 US-Jugendlichen gemäß Satoshi Kanazawa Intelligenzwerte bei Atheisten mit IQ>=106, bei Religiösen mit IQ=<95 und bei Fanatikern mit IQ=<65. Religion als negative Auslese rekrutiert sich aus den untersten Bildungsschichten, Gläubige sind extrem einseitig gebildet, geistig bequem aber vermehrungsfreudig. Atheisten sind evolutionär auf Neues ausgerichtet, tolerant, weniger fremdenfeindlich ohne Antisemitismus. Religionen haben ihre Wurzeln in Ignoranz, Bildungsmangel, Rassismus, Macht und Ausbeutung durch die Kirche, begründet wird das als liebevoll und vom jeweiligen Gott befohlen.
Eine Umfrage der Royal Society ergibt nur 74% der Priester sind die Vorgaben der Kirchenleitung unvereinbar mit den Wünschen der Gläubigen, für >80% der noch normalen Priester bedingt sexueller Missbrauch die kirchliche Dogmatik zu revidieren. Der Theologe Klaus-Peter Jörns hinterfragt 1996 bei Pfarrern die Glaubensinhalte, die Resultate sind aus der Zeit ohne Schweinepriester und haben sich in den letzten 15 Jahren mit Hundertausenden Mißbrauchsfällen verschlechtert:
65% sehen Jesus Christus als Gott, erkennen also die Existenz eines Gottes an
33% halten die Heilige Schrift für heilig
43 % glauben an die Allmacht Gottes
13 % glauben an die biblisch-theologische Aussage der Erbsünde
33 % glauben an ein jüngstes Gericht und die Hölle