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Jeder-malt-Mohammed-Tag

Heute findet zum zweiten Mal der internationale Jeder-malt-Mohammed-Tag statt

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Bild: Manja Neuhaus

Nachdem es im vergangenen Jahr Todesdrohungen von gläubigen Muslimen gegen die Macher der satirischen Cartoon-Serie South Park gegeben hatte, beschloss der zuständige Sender Cartoon Cental, zwei Episoden, in denen der Prophet auftreten sollte, radikal zu zensieren. Als Reaktion auf dieses Einknicken vor Terrordrohungen zu Ungunsten der Meinungsfreiheit riefen skeptische Blogger und Youtube-Fans alle Internetnutzer dazu auf, selbst gezeichnete Bilder des Propheten für jedermann zugänglich online zu veröffentlichen.

Als die Cartoonistin Molly Norris, ebenfalls aus Protest gegen die Morddrohungen, zum ersten Mal einen satirischen Aufruf zu einem Jeder-malt-Mohammed-Tag veröffentlichte und erklärte, dass die Islamisten nicht alle Zeichner ermorden können, gewann die Aktion durch virale Verbreitung schnell große Popularität. Facebook-Fans der Aktion  stimmten schließlich dafür, den 20. Mai zum Jeder-malt-Mohammed-Tag zu erklären. Als Reaktion auf diese Vorgänge sperrte die Regierung der Islamischen Republik Pakistan am 19. Mai die Seiten Facebook, Youtube, Flickr und Wikipedia, nachdem es Klagen gegen die “blasphemische Veranstaltung” gegeben hatte.

Im Juni letzten Jahres sprach der radikalislamische Prediger Anwar al-Awlaki eine Fatwa aus, in der er indirekt ihren Tod forderte. Norris wurde dann unter den Schutz des FBI gestellt und musste ihre Identität und ihren Wohnort ändern. Skeptiker und Humanisten auf der ganzen Welt wollen solche Versuche von Islamisten, das für die freie Zivilisation essenzielle Recht auf Meinungsfreiheit zu Gunsten einer einzelnen Religion bzw. Ideologie zu bekämpfen. Der Youtuber „Thunderf00t“ bringt die Agenda des Jeder-malt-Mohammed-Tages auf den Punkt: „Mit eurer Hilfe können wir zeigen, dass Gewalt und Gewaltandrohungen wirkungslosen Methoden sind, um religiöse Dogmen in die aufgeklärte Welt zu importieren.“

Zum diesjährigen Jedermann-malt-Mohammed-Tag sind bisher bereits über 570 Mohammed-Portraits beim Foto-Upload-Dienst Flickr eingegangen und unzählige weitere bei der Facebook-Fanpage des Aktionstages. Wer selbst mitmachen möchte, kann entweder bei Flickr oder in der oben bereits verlinkten Facebook-Gruppe seine Zeichnung oder Kollage hochladen und somit publizieren.
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Diskussion - Bisher 16 Kommentare - Kommentar schreiben
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    Finde ich Murks. Mich interessiert religioese Tradition so wenig wie Squaredance-Regeln. Muss man den Finger in die Wunde tausender Fans legen, die sich dadurch angepisst fuehlen, auch wenn sie nie auf die Idee kaemen, andere fuer die Tat zu bedrohen? Diese Scheiße ist nicht besser als irgend ein Missionierungsversuch. Wenn euch beim Anblick gekochter Schnecken schlecht wird, muesste man sie euch regelmaeßig vorhalten, wenn einer aus den Reihen der Schneckenverachter zur Gewalt aufruft?

    Hier fehlt mir der “gefaellt mir NICHT” Button.

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    Super Aktion, die man nur begrüssen kann. Vielleicht kapieren sie es irgendwann, dass sich freiheitsliebende Menschen nicht einschüchtern lassen.

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    Vielleicht kapieren es alle irgendwann mal, dass “mehr vom selben” keine Loesung ist. Humanismus geht fuer mich anders.

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    Es geht ja auch nicht darum, dass es dir gefällt. Wenn wir alle solche Bilder malen, zeigen wir den radikalen Moslems, dass wir uns nicht von ihnen erpressen lassen oder durch Gewaltandrohung einschüchtern lassen. Sie können ja nicht alle Maler ermorden.

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    Wie denn, Richard?

 
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