
Der Philosoph und Neurowissenschaftler Sam Harris spricht das Problem, das der Islam mit Ungläubigen hat, offen an. Foto: Steve Jurvetson / Flickr / CC-BY-SA
In der heuchlerischen Debatte, ob man sich wie Angela Merkel offen über den Tod eines Terroristen freuen dürfe, fiel eine andere und wesentlich problematischere Äußerung der Kanzlerin völlig unter den Tisch: “Osama bin Laden gab vor, im Namen des Islam zu handeln, in Wirklichkeit jedoch verhöhnte er die Grundwerte seiner und aller anderen Religionen.“
Diese Behauptung könnte zwar politisch korrekter kaum sein, aber richtig wird sie dadurch nicht. Tatsächlich war bin Laden ein ultraorthodoxer Muslim, der ganz und gar nach koranischen Geboten lebte und handelte.
„Auf nahezu jeder Seite befielt der Koran frommen Muslimen, Ungläubige zu verachten“, stellte der Philosoph und Neurowissenschaftler Sam Harris in seinem Bestseller “Das Ende des Glaubens” fest – und er war mit dieser Diagnose weder der erste noch der einzige. Als der amerikanische Comedian Bill Maher den muslimischen Kongressabgeordneten Keith Ellison mit dieser Tatsache konfrontierte, verwarf Ellison es als „absurd, lächerlich“ und „unwahr“.
Ellison vertrat vehement die These, dass Jihadisten allein politisch motiviert wären und dass der Koran keinerlei Legitimation für den Angriff auf ungläubige Zivilisten liefere. Diese Behauptung zeugt aber entweder von einer sehr geringen Korankenntnis oder sie ist glatt gelogen. Beides gibt Grund zur Sorge, denn wie soll der Islam aufgeklärt und reformiert werden, wenn führende moderate Muslime nicht ehrlich über jene problematischen Lehren sprechen wollen, die einer Reform bedürfen?
















Er ist es, der dir von droben diese göttliche Schrift erteilt hat, Botschaften enthaltend, die klar und durch sich selbst sind, – und diese sind die Essenz der göttlichen Schrift – wie auch andere die allegorisch sind. Nun gehen jene, deren Herzen zum Abweichen geneigt sind, demjenigen Teil der göttlichen Schrift nach, der in allegorischer Weise ausgedrückt worden ist, suchen aus (was bestimmt) Verwirrung (erzeugt) und suchen seine endgültige Bedeutung (auf willkürliche Weise zu erlangen); aber keiner außer Gott kennt seine endgültige Bedeutung. Darum sagen jene, die tief im Wissen verwurzelt sind: „Wir glauben daran; das Ganze (der göttlichen Schrift) ist von unserem Erhalter – wiewohl sich dies keiner zu Herzen nimmt außer jenen, die mit Einsicht versehen sind.
Sura 3 Vers 7 Die Botschaft des Koran – Muhammad Asad
Wahrlich, jene, die Glauben (an diese göttliche Schrift) erlangt haben, wie auch jene, die dem jüdischen Glauben folgen und die Christen und die Sabier – alle, die an Gott und den letzten Tag glauben und rechtschaffene Taten tun – werden Ihren Lohn bei ihrem Erhalter haben; und keine Furcht brauchen sie zu haben noch sollen sie bekümmert sein.
Sura 2 Vers 62 Die Botschaft des Koran – Muhammad Asad
diese seite ist eine radikale inhumane seite meiner meinung nach – wem nützt dieser artikel? sätze aus versen für niedere triebe misbrauchen? ich könnte sie alle widerlegen…am besten wieder neuen lebensraum suchen oder was? ihr kauft deren öl ein vergesst das nie
Es soll keinen Zwang geben in Sachen des Glaubens.
Sura 2 Vers 256 Muhmmad Asad – die Botschaft des Koran
Die Aussage von Angela Merkel kann nicht verwundern. Ein tiefer gehendes Verständnis ist nicht zu erwarten.
Zu oft verbreiten Gutmenschen die Mär, man müsse zwischen Islam und Islamismus unterscheiden. Dass die Grenze zwischen diesen beiden Anschauungen noch niemals exakt beschrieben wurde, kann nicht überraschen.
Man kann sehr wohl zwischen Moslems und Islamisten unterscheiden. Moslems sind Menschen mit wenig Religion im Alltag und die fünf auch mal gerade sein lassen können. Sie können sich aber nicht auf einen liberalen, gemäßigten oder europäischen Islam berufen. Islamisten sind Menschen, die ihre Religion – den Islam – sehr ernst nehmen.
Es sollte sich bald klarstellen, dass die künstliche Trennung von Islam und Islamismus nichts anderes ist als leicht durchschaubare Volksverdummung.