Freedom Peter Okoro-Oko und Anietie Mfon Ime Etuk – so lauten die Namen der beiden zuletzt von Leo Igwe geretteten Kinder, heißt es in einem Bericht bei der IHEU.
Igwe, IHEU-Repräsentant für Süd- und Westafrika, hatte nach eigenen Angaben vor zehn Tagen ein Rettungsteam aus Menschenrechtsaktivisten in Begleitung der Polizei nach einem Tipp zur Unterkunft eines älteren Mannes namens Asuquo Akpan Ukpong begleitet. Dieser hatte die Minderjährigen entführt und anschließend zur Feldarbeit gezwungen.
Die Familie des Mannes war für Menschenhandel berüchtigt, weswegen der Acht- und die Zehnjährige jederzeit hätten verschwinden können.
Als Igwe mit den Aktivisten und in Begleitung eines Angehörigen der hiesigen Polizei bei Asuquo eintraf, schälten die beiden Kinder gerade Maniko-Wurzeln – einem Pendant zur Kartoffel. Dieser hatte sie aus einem örtlichen Marktviertel „mitgenommen“, hieß es. Beide waren zuvor von ihren Familien verlassen worden, da sie der Hexerei beschuldigt wurden.
Der Vorwurf der Hexerei ist ein weitverbreitetes Phänomen in Nigeria, dem jährlich Tausende von Kindern und Frauen zum Opfer fallen. Geschürt wird die gesellschaftliche Hysterie aus einem unheilvollen Mix naturreligiöser Vorstellungen, religiöser Mission sowie mangelnder Bildung und Aufklärung. Igwe kämpft in Nigeria deshalb seit Jahren gegen Aberglauben und „Hexen“-Verfolgung. Finanziert wird Igwes Arbeit über Spenden.
Freedom und Anietie wurden nach ihrer Befreiung nun dem Ministerium für Frauen und Wohlfahrt übergeben, wo sie eine angemessene Fürsorge erhalten sollen. Möglich ist, dass sie so einem schlimmeren Schicksal entkommen sind.
Igwe meinte, dass das familiäre Umfeld des Entführers für Menschenhandeln bekannt war. Diese Vermutung sei von örtlichen Sicherheitsbehörden bestätigt worden.
Trifft der Bericht zu, wäre es der zweite Erfolg von Leo Igwe in diesem Jahr. Er hatte bereits vor einem Monat ein 8-jähriges Mädchen aus der Gewalt eines Entführers und mutmaßlichen Kinderschänders befreit.















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