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"Hamburger Abendblatt": Marx will intensivere Missionierung

Ein modernes Taufbecken: Reinigungsort von "Erbsünden" als Zeichen der Anerkennung von Jesus als Erlöser. Foto: library_mistress / CC-BY-SA

Laut einem Bericht der Tageszeitung „Hamburger Abendblatt“ hat der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, die Kirchenmitglieder dazu aufgefordert, wieder mehr Menschen von der katholischen Ideologie zu überzeugen und sie zur Kirche zu bekehren.

Die Haltung des Kardinals ist nicht nur wegen der in seiner Organisation vertretenen Ideen äußerst bemerkenswert, sondern auch wegen eigener Stellungnahmen. In einem Interview mit der „Zeit“ hatte er mit Blick auf die Sexskandale die Frage formuliert: „Was will uns Jesus damit sagen?“

Michael Bauer vom Humanistischen Verband bezeichnete diese Frage von Marx als “durchgeknallt” und stellte fest, dass Jesus Christus tot ist. Wenn er noch leben würde, so Bauer, hätte er angesichts der Missbrauchsvorfälle und dem Verhalten der Kirche “gekotzt”.

Auch andere Katholiken drängen ihre Kirchenangehörigen zur verstärkten Einflussnahme auf ihre Mitmenschen. Alois Glück, Chef des Zentralrats der Katholiken, hatte laut einem Bericht der “Welt” wenige Tage zuvor passive Kirchenmitglieder als Verräter verurteilt.

Und sogar Vertreter der evangelischen Kirche Deutschlands haben seit Jahresbeginn zum verstärkten Kampf um die Gehirne der Einwohner in gottlosen Gegenden Deutschlands aufgerufen.

Der pommersche Bischof Hans-Jürgen Abromeit, der unter anderem wegen der Weigerung zur Trauung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften bekannt ist, plädierte zum Jahresbeginn für einen “Ausstieg aus dem Kreislauf des Bösen”.

Hintergrund ist hier, dass diese Kirche für 2011 das “Jahr der Taufe” ausgerufen hat. Diese sei “optimale Vorraussetzung für eine Frömmigkeit, die aus der Verbindung mit Jesus Christus Auswege aus dem Teufelskreis des Bösen sucht”, so Abromeit in seiner Neujahrsbotschaft.

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Diskussion - Bisher 4 Kommentare - Kommentar schreiben
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    Ich bin vor 16 Jahren aus dem “Kreis der Bösen” ausgetreten; aus der Katholiban.

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    Wenn er noch leben würde, so Bauer, hätte er angesichts der Missbrauchsvorfälle und dem Verhalten der Kirche “gekotzt”.

    Nein, Jesus wäre gegen die Täter vorgegangen, so wie er diejenigen, die die Religion für ihre Zwecke missbrauchten, aus dem Tempel getrieben hat (Matthäus 21,12ff; Markus 11,15ff; Lukas 19,45ff; Johannes 2,13–16).
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tempelreinigung

    Christen glauben außerdem, dass Jesus als Weltenrichter wiederkommen und für Gerechtigkeit sorgen wird. Da wird auch ein katholischer Priester nicht verschont bleiben und jeglicher Missbrauch wird vor Gott verantwortet werden müssen.

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    Bin kein Fußballfan, da gibt es doch ein Wort für sowas – Eigentor?
    Oder auf militärisch: friendly fire!

    Sollen die Glaubensköpfe so weitermachen, die verscheuchen auch noch den letzten Dummkopf und die kaputteste Jasagerin.

    Haben wir schon genug medienerfahrene Leute, um die “Ausgewogenheit” der Presse auszunutzen, und immer, wenn ein Glaubenskopf etwas hässliches sagt, einen netten Senf dazuzugeben?
    Ansonsten: trainiern, junge Leute!!!!!

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    So ein Bischof will doch nicht etwa allen ernstes die Taufe als “optimale Voraussetzung für eine Frömmigkeit, die in Verbindung mit Jesus Christus Auswege aus dem Teufelskreis des Bösen sucht” bezeichen?
    Das “Böse” ist doch letztendlich ein Konstrukt der Ideologie, die dieser Typ vertritt!! Hier haben wir es mal wieder mit einer durchsichtigen Masche aller Religionfunktionäre zu tun: Erst Angst vor dem “Bösen” machen, um dann die vermeindlich eigene “Heilsbotschaft” als Gegentwurf anbieten zu können.
    Aber keine Angst, Herr “Bischof”: Ich habe auch meinen Ausstieg aus dem “Kreislauf des Bösen” gefunden. Ich bin aus Ihrem Verein ausgetreten, was ich nur allen Leuten empfehlen kann. Einen Verein, der mit Konstrukten wie “das Böse” oder auch “Verdammung”/ “Verwerfung” arbeitet und damit Ängste schürt brauch die Menschheit – samt dazugehöriger Ideologie – nicht.

 
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