
Judas (l.) und Maria Magdalena (r.) schaffen Unruhe in der schafsköpfigen Gemeinde um den Gottessohn. Bild: Distant Dreams Filmproduktion GmbH
“Judas und Jesus” heißt das erstplatzierte Werk bei der Vergabe des diesjährigen Kunstpreises “Frecher Mario”. Die Filmemacher Olaf Encke und Claudia Romera haben einen Kurzfilm vorgelegt, der bereits ein amtliches “Blasphemie”-Attest von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden vorweisen konnte.
Erzählt wird die Story von Judas und Jesus – aus der Sicht von Judas. Die Jury vom “Frechen Mario” war sofort begeistert, obwohl unter den insgesamt 221 Einsendungen noch viele weitere Goldstücke zu finden waren. Die Preisverleihung findet heute Abend in der Galerie “84GHz” in München statt, der Eintritt ist frei.
Encke und Romera sahnen nun für ihre trickreiche Neuverfilmung der Legende um den Verrat am christlichen Gottessohn den größten Batzen der insgesamt 3.000 Euro ab, mit denen der Kunstpreis dotiert war.
Weitere Preisträger sind Wolfgang Norden und Ulf Grenzer für ihre Illustrationen und Zeichnungen. Sie können sich über 1.000 bzw. 500 Euro freuen.
Sogar das Titelbild der Titanic schaffte es nochmal unter die am besten bewerteten Einsendungen, auch wenn diese und weitere Ehrungen unter den insgesamt 221 Einsendungen nicht mehr Geldprämien versüßt werden können.
“Die religiös konotierten Bilder werden allein zu dem Zweck heraufbeschworen, zentrale Grundfesten des christlichen Glaubens lächerlich zu machen”, urteilte noch 2009 der Hauptausschuss der Filmbewertungsstelle Wiesbaden über den nun erstplatzierten Beitrag.
Durchsetzen konnten sie sich die Verantwortlichen mit ihren Meinungen nicht. Denn ein früheres Gutachten beschied, der Film “fordert mit Sicherheit einen erwachsenen Zuschauer heraus, der willens ist, über die Haltbarkeit und Aktualität von Mythen neu nachzudenken.”
Außerdem hieß es, er sei “als radikale blasphemische Provokation konzipiert und setzt auch diese Intention perfekt um” – schließlich auch die fachlichen und künstlerischen Aspekte seien “makellos und mit kreativem Esprit umgesetzt worden.”
So erhielt “Judas und Jesus” schließlich das Prädikat “Besonders wertvoll” und sorgte für Freude unter den Urhebern des kleinen Meisterwerks. Nun könnte es bald außerhalb eingeweihter Kreise zu sehen sein.
Die Preisverleihung unter den fröhlichen Gottlosen wird heute gemeinsam mit weiteren spannenden Veranstaltungen in der Galerie “84Ghz” in München-Schwabing durchgeführt, der Einlass erfolgt ab 19.30 Uhr.
Einen kurzen Vorgeschmack können wir jetzt aber schon präsentieren.
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Ein sehr toller Film!
Wo kann man den kaufen?
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