
Dutzende Wissenschaftsmagazine locken mit fundierten Beiträgen - ohne einen Cent dafür zu verlangen.
Wie man an Zeitschriften zu Wissenschaft und Forschung kommt, glaubt fast jeder zu wissen. In Zeitungskiosken lagert schließlich auch aus dieser Sparte eine Fülle von Angeboten – scheinbar, denn darunter befinden sich Machwerke wie das “populärwissenschaftliche” P.M.-Magazin. Deren Redaktion überrascht Neugierige immer wieder, wenn sie zum Beispiel fragt: “Tickt Gott links?”
Der Astronom Florian Freistetter war damit ziemlich unzufrieden und hat sich deshalb auf die Suche nach seriösen Alternativen gemacht. Seine Funde sorgen vermutlich für Überraschung, denn viele gute Zeitschriften werden sogar kostenlos nach Hause geliefert – und bieten Lesestoff für ein ganzes Jahr.
Freistetter, der für die ScienceBlogs unter dem Pseudonym Astrodicticum Simplex schreibt, hat wissenschaftliche Organisationen und Institute nach ihren frei verfügbaren Angeboten durchsucht und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Über zwei Dutzend Druckerzeugnisse in zwölf Monaten, ausnahmslos von renommierten Einrichtungen, können sich wissenshungrige Leserinnen und Leser kostenlos ins Haus kommen lassen.
Die bedeutende Max-Planck-Gesellschaft publiziert zum Beispiel viermal pro Jahr ihr Magazin „Forschung“, das wissenschaftlich fundiert und ohne esoterische und religiöse Zwischentöne aktuelle Themen und Fragen aufgreift: “Forschung” informiert so unter anderem, wie Mikroben Magneten produzieren und damit bei der Suche nach Tumoren helfen, wie der Mensch das Klima lenkt oder warum die Getreideart Gerste ein Musterexemplar genetischer Anpassung ist.
Sogar die Europäische Kommission ist daran interessiert, Menschen jeden Alters über die Entwicklungen in der Forschung auf dem Laufenden zu halten: So berichtet das Magazin „research*eu“ unter anderem darüber, warum Millionen EU-Gelder in die Erforschung religiösen Denkens fließen oder warf für interessante Leser einen „Blick hinter die Kulissen der Werkstatt des Glücks“: Durch Essen, Sex und soziale Beziehungen wird offenbar das menschliche Gehirn am intensivsten stimuliert.
Ob die Erde ein Unikat ist oder noch weitere lebensfreundliche Planeten im Weltall existieren, behandelte dagegen das Magazin der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt in seiner letzten Ausgabe. Es berichtet über die Allianz „Planetenentwicklung und Leben“, wo sich Wissenschaftler mit ihrer „Frage aller Fragen“ beschäftigen: Gibt es noch eine zweite Erde?
Ein spannendes Thema für jeden, der den zahllosen Vertretern des religiösen Wahnsinns auf unserem Planeten durchaus die zukünftige Vernichtung der Menschheit zutraut.
Einige weitere kostenlose Magazine und Zeitschriften beschäftigen sich dabei ausschließlich mit spezielleren Wissenschaftsfeldern wie Genetik, Mikrobiologe oder auch Teilchenphysik – und könnten damit zu mindestens für viele Studierende ein wertvoller Begleiter durch den Alltag sein.
Wer also nicht nur gottlos, sondern auch schlau sein will, muss diesen Angeboten vermutlich einen Besuch abstatten. Eine vollständige Übersicht über alle seine “Entdeckungen” hat der Wissenschaftler Florian Freistetter deshalb bei den ScienceBlogs veröffentlicht.

















ich empfehle “Welt der Wunder”
das wissen ist dort meiner meinung besser
aufbereitet
toll, so eine liste entsteht ausgerechnet jetzt erst… kann man die zeitschriften auch kostenlos ins ausland verschicken lassen?
»P. M.« ist tatsächlich ein Machwerk … unglaublich …