Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) kritisierte heute die Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie hatte auf Parteiveranstaltungen in den vergangenen Tagen mit Blick auf die Integrationsdebatte gemeint: „Wir fühlen uns dem christlichen Menschenbild verbunden, das ist das, was uns ausmacht.“ Wer das nicht akzeptiere, so Merkel weiter, sei „bei uns fehl am Platz.“
Dass die Bundeskanzlerin die „schleichende Säkularisierung“ in der Bundesrepublik als „ebenso beunruhigend wie die Integrationsprobleme“ bezeichnet hatte, sieht der IBKA als „Affront gegen die nichtreligiösen Bürger Deutschlands“.
“Der Staat ist Heimstatt aller Bürger und hat das Grundrecht der Weltanschauungsfreiheit zu schützen. Die Kanzlerin wurde auf die Wahrung der Verfassung vereidigt und missachtet deren Prinzipien, wenn sie Nichtchristen quasi rhetorisch ausbürgert”, so Rudolf Ladwig, zweiter Vorsitzender des IBKA, in der heute veröffentlichten Pressemitteilung.
Ladwig erklärte auch: “Grundwerte wie Selbstbestimmung und Gleichberechtigung der Frau wurden gegen das Christentum errungen, sie auf ein ‘christliches Menschenbild’ zurückzuführen ist dreister Etikettenschwindel. Noch heute ist es um die freiheitlichen Grundwerte in etlichen Religionen oft schlecht bestellt.”
Der IBKA verwies darauf, dass die Emanzipation von religiösen Dogmen zum innergesellschaftlichen Frieden beiträgt und sprach sich gegen die Diffamierung säkularer Prozesse aus. “Es wird Zeit, dass Frau Merkel sich endlich integriert, statt den geistigen Bürgerkrieg zu schüren.”















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