
Nazi-Diktator Adolf Hitler begrüßt den Reichsbischof Johann Heinrich Ludwig Müller 1934 in Nürnberg.
Bill Donohue, Präsident der US-amerikanischen Catholic League, sorgte für einige Aufmerksamkeit, als er nach dem Nazi-Vergleich von Papst Benedikt XVI. die britischen Humanisten aufforderte, sich für die Verbrechen Hitlers zu entschuldigen.
Und das, obwohl der Nazi-Diktator vielfach betont hatte, als Christ zu handeln und auch die Kirchen mit dem Hitler-Regime sympathisierten.
Laut Donohue und Benedikt XVI. sind aber “atheistische Extremisten” schuld an den unfassbaren Verbrechen des vergangenen Jahrhunderts. Und sie sind nicht die einzigen, die gegen nichtreligiöse Menschen und gottlose Ideen auf eine schreckliche Weise Stimmung machen.
Was verleitet christliche Gläubige wie Benedikt XVI. und den Präsidenten der Catholic League zu derart grotesken und offensichtlichen Falschbehauptungen?
Der Blick auf andere Christen, die den Atheismus ähnlich pauschal attackierten, bringt Klarheit: Tatsächlich ist das Argument der unmoralischen Gottlosen dabei nicht unbedingt ein rein anti-atheistisches, sondern weist auch eine Nähe zum Antisemitismus auf. Viele atheistische Vordenker und auch Karl Marx waren gebürtige Juden. Dabei fällt auf, dass viele von Bill Donohues Brüdern im Geiste extrem rechte Positionen vertreten.
Als Beispiel sei die Osterpredigt von Bischof Walter Mixa aus dem Jahr 2009 genannt:
„Die Unmenschlichkeit des praktizierten Atheismus haben im vergangenen Jahrhundert die gottlosen Regime des Nationalsozialismus und des Kommunismus mit ihren Straflagern, ihrer Geheimpolizei und ihren Massenmorden in grausamer Weise bewiesen.“
Mixa hatte in der Vergangenheit so öfter für Verspannungen im jüdisch-christlichen Dialog gesorgt. Mehrfach vergleich er beispielweise die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche mit der Zahl der Toten des Holocaust. Die Situation in den israelisch abgeriegelten Palästinensergebieten verglich er mit jüdischen Ghettos.
Die Kritik der Bundeskanzlerin Angela Merkel am Papst während der Affäre um den antisemitischen Bischof Richard Williamson wies er scharf zurück. Im Frühjahr 2010 musste Mixa schließlich abtreten.
Nachdem der katholische Bischof Walter Mixa wegen eidesstattlich belegter Misshandlungsvorwürfe und dem Verdacht der Veruntreuung in die Schlagzeilen geraten war, bat er nach heftigem Drängen seiner bischöflichen Kollegen schließlich um seine Entlassung aus dem Amt. Die Gemeinde im Bistum Augsburg ist deshalb bis heute gespalten.
Tatsächlich war die radikale Ablehnung des Atheismus schon frühzeitig Bestandteil der nationalsozialistischen Propaganda. Auf Wahlplakaten warnte die NSDAP vor den antikirchlichen Kampagnen in der Sowjetunion, die auch Joseph Goebbels scharf angriff.
Adolf Hitler erklärte, dass seiner Regierung keine Atheisten angehörten und er keinerlei Gottesleugnung dulden würde. Für den Chef der am Holocaust maßgeblich beteiligten Schutzstaffeln, Heinrich Himmler, waren Atheisten „dumm und überheblich.“ Schließlich auch in der katholischen Kirche herrschte in der damaligen Zeit ein entschiedener „Anti-Atheismus“ vor.
Der Paderborner Erzbischof Lorenz Jaeger beispielsweise warnte vor einer Gottfeindlichkeit, durch welche die Russen „fast zu Tieren entartet sind.“ In Deutschland gehörten die Menschen in dieser Zeit zu mehr als 95 Prozent einer der beiden christlichen Großkirchen an.
In den folgenden Jahren erfreute sich das Argument von der moralischen Verkommenheit des Atheismus einer großen Beliebtheit in konservativen Kreisen. Hauptsächlich wurde es verwendet, um von den eigenen Verfehlungen in der Zeit des Dritten Reichs abzulenken.
Die Bayrische Verfassunggebende Landesversammlung, der auch mehrere ehemalige NSDAP-Funktionäre angehörten, deutete die Geschichte um. In der Präambel der Verfassung hieß es, dass der Nationalsozialismus erst durch eine Abkehr von Gott möglich gewesen sei.
Die sich daraus ergebende – jedoch unausgesprochene – Schlussfolgerung lautete: Jeder, der sich eifrig zum Christentum bekannte, könne unmöglich Nationalsozialist gewesen sein. In Bayern, wie auch in den übrigen Ländern der damaligen Bundesrepublik, war es für ehemalige Nazis weitestgehend problemlos möglich, als Unionsmitglied politische Karriere zu machen.
Otto von Habsburg, verhinderter Kaiser von Österreich und langjähriges Mitglied der CSU, war dabei nur einer unter vielen mit der Überzeugung: Eine Gesellschaft ohne Gott muss zwangsläufig moralisch verkommen.
Im Jahr 2002 hatte er in einem Interview mit einer liberalen FPÖ-nahen Zeitung behauptet, Schwarze und Juden würden die Weißen aus den Schlüsselpositionen in den US-amerikanischen Ministerien verdrängen und den israelischen Premier Ariel Sharon der Feindseligkeit gegenüber Arabern beschuldigt.
2008 erklärte von Habsburg schließlich, dass Österreich als Opfer des Nationalsozialismus angesehen werden müsse, wobei er die historisch nachgewiesene Verstrickung vieler Österreicher in den Holocaust ausklammerte.
Im Jahr 2006 verkündete der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger anlässlich der Einbürgerungsdebatte, dass Muslime ihm „lieber als Atheisten oder Scientologen“ seien.
Ein Jahr später geriet Oettinger in die Kritik, da er in einer Trauerrede seinen Amtsvorgänger Hans Filbinger, der als Marinerichter Todesurteile gegen Deserteure verhängt und den Nationalsozialismus in politischen Schriften gelobt hatte, nachträglich zum Widerstandskämpfer umdeklarieren wollte.
Zu einem weiteren Anlass merkte er an, dass er den derzeitigen Frieden in Deutschland bedauere: Kriege könnten schließlich zur Solidarität unter den Menschen und zu Werten wie Selbstdisziplin und Tatendrang führen. In einem von Oettinger herausgegebenen Liederbuch (das nach öffentlicher Kritik wieder eingestampft wurde) fand sich auch ein unter Wehrmachtsveteranen beliebtes Lied, das die Erlebnisse der Panzertruppe im 2. Weltkrieg beschreibt.















Dieser Artikel mit umfangreichen Quellenangaben – das wäre mal was!
Christen werden Hitler niemals als ihren Glaubensbruder akzeptieren.
Sie wollen es einfach nicht wahrhaben.
tatsächlich noch online, die katholisch reaktionäre US-Reaktion!!! SCARY!!!
http://www.catholicleague.org/release.php?id=1978 tatsächlich noch online, die katholisch reaktionäre US-Reaktion! SCARY!
Adolf Hitler war durch und durch Christ, und wie für jeden Christen bis heute ist »Atheist« ein Schimpfwort. Als Beleg dafür möchte ich einige Sequenzen aus »Mein Kampf« zitieren, in denen nicht nur seine Hochachtung vor den Amtskirchen ersichtlich wird, sondern sogar die Zuversicht, innerhalb der Nazi-Bewegung die Kirchenspaltung aufheben zu können. »Mein Kampf« ist also keine antireligiöse Schrift, sondern eher eine Art »Drittes Testament«, welches als Bibelergänzung auch dem Christentum zur Weltherrschaft verhelfen sollte. Der Katholizismus andererseits ist ihm Meisterschule der Menschenmanipulation und Vorbild für seine Massenrituale.
„Die beste Kennzeichnung jedoch gibt das Produkt dieser religiösen Erziehung, der Jude selber. Sein Leben ist nur von dieser Welt, und sein Geist ist dem wahren Christentum innerlich so fremd, wie sein Wesen es zweitausend Jahre vorher dem großen Gründer der neuen Lehre selber war. Freilich machte dieser aus seiner Gesinnung dem jüdischen Volke gegenüber kein Hehl, griff, wenn nötig, sogar zur Peitsche, um aus dem Tempel des Herrn diesen Widersacher jedes Menschentums zu treiben, der auch damals wie immer in der Religion nur ein Mittel zur geschäftlichen Existenz sah. Dafür wurde dann Christus freilich an das Kreuz geschlagen, wahrend unser heutiges Parteichristentum sich herabwürdigt, bei den Wahlen um jüdische Stimmen zu betteln und später mit atheistischen Judenparteien politische Schiebungen zu
Vereinbaren sucht, und zwar gegen das eigene Volkstum.“ (S. 336)
„Wie die Männer [...] sich an [unserm Volk] versündigten, das können sie niemals wieder gutmachen. Der Jude hat jedenfalls das gewollte Ziel erreicht: Katholiken und Protestanten führen miteinander einen fröhlichen Krieg, und der Todfeind der arischen Menschheit und des gesamten Christentums lacht sich ins Fäustchen.“ (S. 629)
„Dem politischen Führer haben religiöse Lehren und Einrichtungen seines Volkes immer unantastbar zu sein, sonst darf er nicht Politiker sein, sondern soll Reformator werden, wenn er das Zeug hierzu besitzt! Eine andere Haltung würde vor allem in Deutschland zu einer Katastrophe führen.“ (S. 127)
„Es konnte in den Reihen unserer Bewegung der gläubigste Protestant neben dem gläubigsten Katholiken sitzen, ohne je in den geringsten Gewissenskonflikt mit seiner religiösen Überzeugung geraten zu müssen. Der gemeinsame gewaltige Kampf, den die beiden gegen
den Zerstörer der arischen Menschheit führten, hat sie im Gegenteil gelehrt, sich gegenseitig zu achten und zu schätzen.“ (S. 632)
„So glaube ich heute im Sinne des Allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk der Herrn.“ (Seite 70)
„Ob protestantischer Pastor oder katholischer Pfarrer, sie trugen beide gemeinsam unendlich bei zum so langen Erhalten unserer Widerstandskraft, nicht nur an der Front, sondern noch mehr zu Hause. In diesen Jahren, und besonders im ersten Aufflammen, gab es wirklich in beiden Lagern nur ein einziges heiliges Deutsches Reich, für dessen Bestehen und Zukunft sich jeder eben an seinen Himmel wandte.“ (S. 124)
„Wenn in Deutschland vor dem Kriege das religiöse Leben für viele einen unangenehmen Beigeschmack erhielt, so war dies dem Mißbrauch zuzuschreiben, der von seiten einer sogenannten “christlichen” Partei mit dem Christentum getrieben wurde, sowie der Unverschämtheit, mit der man den katholischen Glauben mit einer politischen Partei zu identifizieren versuchte. Diese Unterschiebung war ein Verhängnis, das einer Reihe von Nichtsnutzen wohl Parlamentsmandate, der Kirche aber Schaden einbrachte. Das Ergebnis jedoch hatte die gesamte Nation zu tragen, indem die Folgen der dadurch bedingten Lockerung des religiösen Lebens gerade in eine Zeit fielen, in der ohnehin alles zu weichen und zu wanken begann und die überlieferten Grundlagen von Sitte und Moral zusammenzubrechen drohten.“ (S. 294 f.)
„Hier kann die katholische Kirche als vorbildliches Lehrbeispiel gelten. In der Ehelosigkeit ihrer Priester liegt der Zwang begründet, den Nachwuchs für die Geistlichkeit statt aus den eigenen Reihen immer wieder aus der Masse des breiten Volkes holen zu müssen. Gerade diese Bedeutung des Zölibats wird aber von den meisten gar nicht erkannt. Sie ist die Ursache der unglaublich rüstigen Kraft, die in dieser uralten Institution wohnt. Denn dadurch, daß dieses Riesenheer geistlicher Würdenträger sich ununterbrochen aus den untersten Schichten der Völker heraus ergänzt, erhält sich die Kirche nicht nur die Instinkt-Verbundenheit mit der Gefühlswelt des Volkes, sondern sichert sich auch eine Summe von Energie und Tatkraft, die in solcher Form ewig nur in der breiten Masse des Volkes vorhanden sein wird. Daher stammt die staunenswerte Jugendlichkeit dieses Riesenorganismus, die geistige Schmiegsamkeit und stählerne Willenskraft.“ (S. 481))
„Auch hier hat man an der katholischen Kirche zu lernen. Obwohl ihr Lehrgebäude in manchen Punkten, und zum Teil ganz überflüssigerweise, mit der exakten Wissenschaft und der Forschung in Kollision gerät, ist sie dennoch nicht bereit, auch nur eine kleine Silbe von ihren Lehrsätzen zu opfern. Sie hat sehr richtig erkannt, daß ihre Widerstandskraft nicht in einer mehr oder minder großen Anpassung an die jeweiligen wissenschaftlichen Ergebnisse liegt, die in
Wirklichkeit doch ewig schwanken, sondern vielmehr im starren Festhalten an einmal niedergelegten Dogmen, die dem Ganzen erst den Glaubenscharakter verleihen. So steht sie heute fester da als je. Man kann prophezeien, daß in eben dem Maße, in dem die Erscheinungen fliehen, sie selbst als ruhender Pol in der Erscheinungen Flucht immer mehr blinde Anhänglichkeit erringen wird.“ (S. 512 f.)
„In allen diesen Fällen handelt es sich um Beeinträchtigungen der Willensfreiheit des Menschen. Am meisten gilt dies natürlich für Versammlungen, in die an sich Menschen von gegenteiliger
Willenseinstellung kommen, und die nunmehr einem neuen Wollen gewonnen werden müssen. Morgens und selbst tagsüber scheinen die willensmäßigen Kräfte des Menschen sich noch in höchster Energie gegen den Versuch der Aufzwingung eines fremden Willens und einer fremden Meinung zu sträuben. Abends dagegen unterliegen sie leichter der beherrschenden Kraft eines stärkeren Wollens. Denn wahrlich stellt jede solche Versammlung einen Ringkampf zweier
entgegengesetzter Kräfte dar. Der überragenden Redekunst einer beherrschenden Apostelnatur wird es nun leichter gelingen, Menschen dem neuen Wollen zu gewinnen, die selbst bereits eine Schwächung ihrer Widerstandskraft in natürlichster Weise erfahren haben, als solche, die noch im Vollbesitz ihrer geistigen und willensmäßigen Spannkraft sind. Dem gleichen Zweck dient ja auch der künstlich gemachte und doch geheimnisvolle Dämmerschein katholischer Kirchen, die brennenden Lichter, Weihrauch, Räucherpfannen usw.“ (S. 531 f.)