Der Vatikan sollte als „Schurkenstaat“ behandelt werden, fordert der ehemalige UN-Richter und Menschenrechtsverteidiger Geoffrey Robertson. Der Grund: Der Vatikan gebrauche seine Souveränität und das kanonische Recht, um pädophile Straftäter in den eigenen Reihen vor rechtsstaatlicher Verfolgung zu schützen. Die katholische Kirche ist die einzige Religionsgemeinschaft, der es nach internationalem Recht zugebilligt wird, staatliche Privilegien und Immunität für ihre Vertreter zu beanspruchen. Diese Ansprüche seien jedoch nicht rechtmäßig, so Robertson, denn sie gehen auf eine Abmachung zwischen Benito Mussolini und der Kirche aus dem Jahr 1929 zurück.
Der Zweck der Abmachung zwischen Mussolini und dem faschistenfreundlichen Papst Pius XI. sei gewesen, die italienische Demokratie zu zerstören und der katholischen Kirchen die höchsten Privilegien zu verschaffen, erklärte Geoffrey Robertson. Die gegenwärtige Rechtsstellung des Vatikans hält er für nicht hinnehmbar. Er meint jedoch außerdem, Joseph Ratzinger – Papst der katholischen Kirche – und die religiösen Führer verdienten ein herzliches Willkommen sowie den allerhöchsten Respekt. Robertson ist „Kronanwalt“, ein Titel für besonders erfahrene Juristen in England und weiteren Ländern des Commonwealth.
In seinem neuen Buch „The Case of the Pope: Vatican accountability for human rights abuse” beschäftigt sich der in Australien geborene Robertson mit der Frage nach der Verantwortlichkeit des Vatikan für Menschenrechtsverletzungen. Darin plädiert er dafür, dass die internationale Gemeinschaft die katholische Kirche zur Aufgabe des kanonischen Rechts zwingen sollte.
Das ekklesische Regelwerk enthält einen Komplex disziplinarischer Sanktionen, für sexuelle Straftaten ebenso wie für die Priesterweihe von Frauen. Die darin vorgesehenen Sanktionen, ausgefeilt von Priestern des Mittelalters, erlaubten weder Kreuzverhöre noch medizinische Gutachten oder DNA-Tests, so Geoffrey Robertson. Er fügte hinzu, dass es außerdem keine Strafen gäbe, welche eine solche Bezeichnung verdienen.
Das Schlimmste, was geschehen könne, sei der Verstoß der verantwortlichen Personen aus dem Priesteramt, welches Pädophilen die Möglichkeit geben kann außerhalb der Kirche eine Arbeitsstelle in öffentlichen Schulen oder der Betreuung zu finden. Das kanonische Recht sieht keine Registrierung straffällig gewordener Kirchenmitglieder vor.
„Während es keinen Einwand gegenüber einer Organisation für die Disziplinierung ihrer Mitglieder für den Verstoß gegen obskure Regeln geben kann, gibt es eine Menge Gründe zum Einspruch sobald diese Verstöße ernstzunehmenden Straftaten entsprechen und die Organisation das Recht auf ein internes Verfahren beansprucht anstatt sie der Polizei zu melden“, stellte der Jurist fest.
Aber genau das sei es, was der Vatikan täte. Anstatt des Kindesmissbrauchs verdächtige oder schuldige Geistliche der Justiz zu melden, habe es unter höchster Verschwiegenheit zahllose interne Verfahren gegeben, denen die Versetzung in andere Gemeinden und die Auferlegung einer nicht vollstreckbaren Buße folgte – darunter häufig die Forderung, für die Opfer zu beten. Robertson: Das kanonische Recht ist unbrauchbar, wenn es darum geht die Interessen der Kinder an die oberste Stelle zu setzen.
Die Organisation der britischen Humanisten, die British Humanist Association, begrüßte Geoffrey Robertsons Stellungnahme. Die Infragestellung der staatlichen Qualität des Vatikans stand häufig im Mittelpunkt von politischen Stellungnahmen der BHA. Gegenwärtig führt sie eine Kampagne gegen den in Kürze stattfindenden Staatsbesuch des Papstes der katholischen Kirche an, wobei sich die BHA zuvor ebenfalls dagegen aussprach, Joseph Ratzinger als Staatsoberhaupt zu empfangen.
Andrew Copson, Vorsitzender der BHA, sprach dabei von einem „Fake-Staat“ und betonte in einer Stellungnahme am vergangenen Mittwoch: „Die staatlichen Ambitionen des ‚Heiligen Stuhls‘ sind nicht mehr als eine zweckdienliche Fiktion, welche der katholischen Kirche größere Macht auf internationaler Ebene und eine Verstärkung ihres Einflusses auf einzelne Staaten durch Verträge mit diesen und internationalen Organisationen gibt. Diese Maskerade bedroht die Demokratie, die Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit.“ Geoffrey Robertsons Beitrag zur Demaskierung hieß BHA-Chef Copson „sehr willkommen.“















Ja eigentlich sollte man gleich in den Vatikan einmarschieren, da er sich gegen die Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit stellt und mit dem christlichen Glauben, welcher den Verstand benebelt und die Vernunft auslöscht, über eine der furchbarsten Massenvernichtungswaffen verfügt. Von einem ähnlichen Ende wie bei Saddam Hussein würde ich dann alerdings aus humanistischen Gründen absehen wollen.
Die Bundesbank hat ihr Problem Sarrazin jetzt gelöst. Auch wenn es jetzt das öffentlich gemacht hat was immer vermutet wurde. Die Bundesbank ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Der Weber hat ja nur das gemacht, was die Merkel ihm gesagt hat. Dieser Mann ist für die EZB natürlich nicht geeignet. Der ist reif für den Ruhestand.
Bin auf Kommentare deutscher Politiker gespannt.