Renate Künast, Fraktionsvorsitzende der Grünen im deutschen Bundestag, forderte in einem Interview mit der Wochenzeitung „Die ZEIT“ am vergangenen Freitag, den Islam einzubürgern. Die von Thilo Sarrazin angesprochenen Probleme seien längst bekannt, erklärt sie. Die Grünen hätten zudem als erste Partei ein Integrationskonzept dargelegt. Bei der Integration sei auch mehr freundlicher Druck notwendig, so Künast. Die Ausführungen Thilo Sarrazins zu den Ursachen der unzureichenden Integration lehnte sie als biologistisch ab.
Es komme stattdessen darauf an, die Integrationsfehler der vergangenen Jahrzehnte zu erkennen. Ein Schwerpunkt sollte dabei darauf liegen, Einwanderer religiös zu integrieren. „Wir müssen den Islam einbürgern“, so Künast. Der Islam sei zulange in Hinterhöfe und Koranschulen verbannt worden, weshalb sich kein zeitgemäßer Islam entwickeln konnte. Der Islam müsse in Deutschland aber eine Religion werden wie jede andere, sagte Künast. Dazu sei ein deutschsprachiger Islamunterricht an den Schulen erforderlich. Die Bringschuld der Migranten läge schließlich darin, so Künast, einen zeitgemäßen Islam zu entwickelt und anzuerkennen, dass Religion nur unter dem Dach des Grundgesetzes möglich ist.















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