Ein weit verbreiteter und agressiver neuer Atheismus sowie ein in Europa neu angekommener vitaler Islam seien Herausforderungen für die katholische Kirche, erklärte gestern der Grazer Bischof Egon Kapellari auf der Wallfahrt des Steirischen Bauernbundes nach Mariazell. Das meldete die Katholische Presseagentur Österreich.
Dies und zahlreiche Kirchenaustritte machen ein neues christliches Selbstbewusstsein notwendig, so Kapellari weiter. Dieses Selbstbewusstsein dürfe jedoch “nicht dumm arrogant” sein, sondern sollte auf einem tiefen Glauben und starkem sozialen Engagement basieren. Wenn in den öffentlichen Debatten dem christlichen Glauben sein Platz streitig gemacht werde, so sei von jedem einzelnen Christen “mutiges und intelligentes Mitreden” gefordert. Von den Herausforderungen dürften Christen sich nun nicht lähmen lassen. Es sollten weder die Fehler versteckt werden noch eine Fokussierung auf sogenannte “Heiße-Eisen-Themen” praktiziert werden. Beides sei für die Erneuerung der katholischen Kirche nicht förderlich.
Mit Blick auf die Wallfahrt erklärte Egon Kapellari, dass es dabei vor allem darum gehe, “das Woher und Wohin des Leben” zu reflektieren. Damit, so der Bischof, gingen die Gläubigen schließlich auf einen Gott als Ziel zu.

















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