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SPD-Laizisten: Kirchenferne Genossen

In der SPD haben sich rund 300 Mitglieder zur Gründung eines laizistischen Arbeitskreises zusammengefunden. Grundsätze wurden bei einer Gründungsversammlung in Nürnberg im Juni bereits verabschiedet. Im Oktober wollen sich die Laizisten in der SPD als Arbeitskreis der Partei gründen.

In CDU und CSU hat sich vor kurzem aus Sorge um das katholisch-konservative Profil der Partei ein „Arbeitskreis Engagierter Katholiken“ gegründet. In die SPD kommt ebenfalls Bewegung – allerdings genau in die entgegengesetzte Richtung. Im Herbst soll ein Arbeitskreis „Laizistinnen und Laizisten in der SPD“ ins Leben gerufen werden. Nach Auskunft des Initiators, Nils Opitz-Leifheit, gibt es schon 300 Interessenten. Bei einer Gründungsversammlung im Juni in Nürnberg wurden bereits Grundsätze beschlossen.

Nicht kirchenfeindlich
Die Gruppe versteht sich nicht als kirchenfeindlich. „Religiöse Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die für einen weltanschaulich neutralen Staat sind, sind uns … herzlich willkommen“, heißt es auf der Homepage. Kernforderung ist die komplette Trennung von Kirche und Staat. Er stehe dem Engagement von Christen in seiner Partei nicht ablehnend gegenüber, sagt Opitz-Leifheit, Fraktionsreferent im baden-württembergischen Landtag. Die SPD sei aber zu wenig kirchenkritisch und verliere bei Kirchenfernen nach seiner Erfahrung an Zuspruch, meint der 46-Jährige, der aus der katholischen Kirche ausgetreten ist.

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