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Junge Muslime: "Das kommt von innen"

ZEIT Online. Dürfen muslimische Schüler an deutschen Schulen beten? Wer trägt warum ein Kopftuch? Ein Gespräch über Religion mit fünf Experten

DIE ZEIT: In Berlin hat ein Gericht entschieden, dass eine Schule einem muslimischen Schüler das Beten verbieten darf. Was halten Sie davon?
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Taoufik: Ich finde das nicht in Ordnung. Wir leben in einem freien Land, da darf jeder seine Religion ausleben und praktizieren. Wenn es den Unterricht nicht stört, ist es falsch, zu sagen, man darf das nicht.

Bilge: Generell finde ich so ein Verbot auch nicht richtig, solange es den Schulalltag nicht stört. Wenn einer in seiner Pause beten möchte, ist das doch okay.

Merve: Ich denke auch, dass es den Unterricht natürlich nicht stören darf, aber dass es die Möglichkeit geben sollte, das Gebet zu praktizieren.

ZEIT: Beten Sie denn?

Vanessa: Nein.

Bilge: Ich auch nicht.

Taoufik: Ich bete fünfmal am Tag. Morgens stelle ich mir den Wecker, damit ich das erste Gebet nicht verschlafe, das ist ja um fünf Uhr früh. Ab und zu verpasse ich eines, ich versuche auch in der Schule zu beten, aber nicht während des Unterrichts. Religion ist wichtig, aber Schule ist auch wichtig, ich respektiere die Schule und halte mich an die Regeln, ich möchte es da nicht zu Streitigkeiten kommen lassen. Manchmal sehen es Lehrer, wenn ich im Flur bete, sie haben aber noch nie etwas dazu gesagt.

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