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Wer wird Nachwuchsjournalist 2010?

Die Gesellschaft braucht mehr junge, kritische Journalisten um über die Welt von heute aus einer glaubensfreien, menschlichen Perspektive zu berichten. Die Gewinner des hpd-Wettbewerbs dürfen sich nun auf 1500 Euro Preisgeld freuen. Foto: morguefile.com

“Leider haben einige Teilnehmer nicht beachtet, dass es sich beim hpd um einen Pressedienst handelt.” Dr. Fiona Lorenz fasst einen Eindruck zu den Einsendungen für den hpd-Wettbewerb für jungen Nachwuchsjournalismus zusammen. Am 15. Oktober 2009 startete der erste Wettbewerb des Humanistischen Pressedienstes hpd für Nachwuchsjournalisten, die höchstens 27 Jahre alt sind. Er hatte sich hat  zum Ziel gesetzt, junge Menschen dabei zu fördern, Arbeiten in humanistischen Themenbereichen zu veröffentlichen. Die Einsendefrist für Arbeiten endete am 15. März 2010.

1500 Euro Preisgeld sind für die zwei besten Einsendungen ausgelobt worden. 16 Beiträge von lediglich 13 Teilnehmern buhlen deshalb nun um die Gunst der acht Jurorinnen und Juroren. Teil der Jury sind auch die zwei Stifter des hpd-Nachwuchswettbewerbes, der Autor Dr. Mathias Jung und der Unternehmer Wolf Steinberger. Jung ist unter anderem Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Giordano Bruno Stiftung und  Steinberger langjähriger Vorsitzender des Bund für Geistesfreiheit München und auch Stifter des “Blasphemie”-Kunstpreises “Der freche Mario”.

Fiona Lorenz. Foto: Evelin Frerk

“Nur zwei Einsendungen in der Altersklasse unter 18 Jahren sind eingegangen”, stellt Fiona Lorenz fest. “Ein Beitrag einer zehnjährigen und der Beitrag einer 17-jährigen Autorin”, verrät die Sozialwissenschaftlerin weiter. Alle Einsendungen, sowohl der “U18″-Teilnehmerinnen wie auch der erwachsenen Teilnehmer sind schriftliche Beiträge. “Hier haben wir wohl selber einen kleinen Fehler gemacht”, erklärt sie und gesteht, dass ihr ein Problem erst wenige Tage vor Einsendeschluss aufgefallen wäre. Nomen est omen – der vielfach verwendete Name war unglücklich gewählt. “Der Wettbewerb war ja darauf angelegt, sowohl textbasierte Beiträge wie auch Audio- und Videoprodukte einzusenden.” Leider wurde der Beitrag vielfach als “Schreibwettbewerb” bezeichnet. Ein bedauerliches Manko, das aber nicht ausschlaggebend war. Lorenz: “Auch ein Videobeitrag wurde uns angeboten, aber leider nicht in der erforderlichen digitalisierten Form.” Sie findet es schade, dass der diesjährige Wettbewerb in dieser Hinsicht schließlich eindimensional geblieben ist. Dafür ist es aber ein klarer Vorteil für die schriftlichen Einsendungen, müssen sie nun keine Konkurrenz durch gut gemachte Video- oder Audiopodcasts fürchten.

Die Verleihung der Prämien an die Gewinner bildet den spannenden Höhepunkt, dem die meisten Einsender nun weiter mit einiger Spannung entgegensehen dürften. Die Preisverleihung soll am 15. Mai 2010 in München stattfinden. Wer gewonnen hat, dürfte dabei schon vorher feststehen. Die Bewertungen der Jury-Mitglieder sollen bis spätestens Mitte April vorliegen.

Für den nächsten Schreibwettbewerb erhofft sich Lorenz, die stellvertretende hpd-Leiterin und auch Landesvorsitzende des HVD Rheinland-Pfalz ist, noch mehr Unterstützung von den säkularen Organisationen. “Wir haben soviel Werbung gemacht wie möglich war, aber für unseren nächsten Wettbewerb wünschen wir uns noch viel mehr Einsendungen”, betont sie. Ob es einen weiteren Wettbewerb geben wird, hängt in erster Linie aber von Stiftern und Spenden ab, welche die Prämien überhaupt erst ermöglichen. Aber ungeachtet der kleinen Probleme, welche der erste Wettbewerb für Nachwuchsjournalismus des hpd mit sich gebracht hat, stellt Fiona Lorenz fest: “Es gibt einige Menschen, die sehr schön schreiben können.”

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