Wissenschaft im Islam

Statue von Averroës, arabisch أبو الوليد محمد بن أحمد بن محمد بن رشد oder einfach Ibn Ruschd genannt. Foto: Omar Chatriwala / CC-by
Wissenschaft im Islam – ein Trauerspiel in mehreren Akten
Andalusien und Bagdad 800 bis 900 Jahre vor unserer Zeit. Unbestritten fand dort die größte Blüte des islamischen Kulturkreises statt. Wissenschaft und Philosophie erreichten Höhen, von denen Europa entfernt war wie eine Galaxie von der anderen. Prägende Namen dieser Epoche: Ibn Rushd (Averoës), Ibn Sina (Avicenna) oder der in der damaligen Wissenschaftssprache Arabisch schreibende griechische Jude Maimonides, um nur drei Beispiele zu nennen. Sie wussten, dass Wissen schaffen nur möglich ist, wenn der Geist im richtigen Sinne darauf vorbereitet ist. Folgerichtig beginnt alle Erkenntnis mit Philosophie. Sie griffen unter anderem die griechische Philosophie eines Aristoteles auf, die ohne sie für Europa unrettbar verloren gegangen wäre. Der entscheidende, wahrhaft befreiende Punkt wurde von Ibn Rushd formuliert: Es gibt immer mindestens zwei Wahrheiten, eine Wissenswahrheit und eine Glaubenswahrheit, für Atheisten ein Widerspruch in sich! Diese beiden Wahrheiten (duplex veritas) dürfen sich dabei durchaus widersprechen, sie entwerten sich nicht gegenseitig. Erst die Einrichtung dieser zwei Erkenntnisebenen machte es also möglich, vorurteilsfrei zu forschen. Ohne sich ständig darum kümmern zu müssen, ob das Gefundene nun wortgetreu den „heiligen“ Schriften entspricht.
Diese Erkenntnisse waren dermaßen revolutionär, dass sie sich auch nach Europa herumsprachen. In Scharen reisten Gelehrte, wie unter anderen Thomas von Aquin, in die arabischen Zentren des Geistes und saugten begierig auf, was sie vorfanden. Arabische Begriffe wie Algorithmus, Algebra oder Chemie sind bis heute lebendige Beweise dieses grandiosen Wissenstransfers von der arabischen in die europäische Welt. Die Folgen dieser Befreiung in Europa sind bekannt. Im Schnelldurchlauf: Renaissance, Reformation, Aufklärung, französische Revolution, Menschenrechte, industrielle und technische Revolution, moderne Wissensgesellschaft – all das erkämpft gegen die Widerstände fundamentalistischer Schriftgläubiger.
Und was geschah im Heimatland dieser Erkenntnisse? Die Schriften des Ibn Rushd wurden in einem Autodafé (Vollstreckung eines Urteils der Inquisition oder eines Glaubensgerichts, d. Red.) verbrannt, er selbst blieb unversehrt und in Freiheit, wenn auch nach Marokko verbannt. „Reinigende“ Scheiterhaufen sind eine Erfindung liebender Christen. Ibn Rushd lebte, doch sein Denken durfte forthin nicht mehr gedacht werden.
Das desolate Jetzt
Kehren wir zurück in die Gegenwart. Betrachten wir die Wissenschafts- und Forschungslandschaft in den islamischen Ländern, bietet sich bald ein trostloser Anblick. Es gibt sicher verschiedene Möglichkeiten, wissenschaftliche Leistungen zu messen. Man nehme zum Beispiel die Anzahl der Publikationen, was nicht viel über deren Qualität aussagt, oder die Menge an angemeldeten Patenten, woraus man auf den Stand der angewandten Wissenschaften schließen kann, oder die Vergabe von Nobelpreisen, was am ehesten die Qualität von Grundlagenforschung widerspiegelt. In keinem der genannten Bereiche hat die islamische Welt von heute Hervorragendes vorzuzeigen. Besonders krass stellt es sich bei den wissenschaftlichen Nobelpreisen dar. Auf immerhin etwa ein Fünftel der Weltbevölkerung, 1,2 Milliarden Menschen, kommen gerade mal zwei Nobelpreise seit dessen Einführung. Einer für den Pakistani Abdus Salam in Physik 1979 und einer 1999 für den Ägypter Ahmed Zewal in Chemie. Beide waren an britischen bzw. us-amerikanischen Einrichtungen tätig. Als Gegenbeispiel: Im gleichen Zeitraum wurden nicht weniger als 145 Nobelpreise an jüdische, oder als jüdisch eingestufte Wissenschaftler vergeben. Sie repräsentieren rund 13 Millionen Menschen weltweit.
Wie ist das zu erklären? Sind Moslems etwa dümmer als Juden? Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Nach allem was wir wissen ist grundlegende Intelligenz, die sich nicht immer sauber mit den vorhandenen IQ-Tests messen lässt, etwa gleich verteilt unter den Menschen, völlig unabhängig davon, in welchen Kulturen sie leben. Wenn es also nicht an der Ausgangskapazität liegt müssen andere Gründe für dieses Versagen heutiger islamischer Gesellschaften verantwortlich sein.

Wissenschaft im Einklang mit dem Wort Gottes? Die Sultan-Ahmed-Moschee in Istanbul, erbaut 1616. Foto: Dersaadet / CC-by-sa
Dahingehend befragt äußern Moslems gern, es läge am Kolonialismus, er habe die islamische Welt so weit zurückgeworfen – ein auf den ersten Blick erkennbar unsinniges Argument, da viele Universitätsgründungen und Forschungseinrichtungen auf eben diese Kolonialmächte zurückgehen und zudem andere Ex-Kolonien wie etwa Indien ganz hervorragende Wissenschaftler und Nobelpreisträger hervorgebracht haben. Weitsichtigere unter den Befragten weisen auf den gewaltigen Unterschied zwischen dem „armen“ Orient gegenüber dem „reichen“ Westen hin. Der verfügbare Mitteleinsatz zur Förderung von Wissenschaft sei einfach zu gering. Da könne sich keine Leistung entwickeln. Das ist schon eher bedenkenswert, wenn man an die verhältnismäßig armen Länder des Maghreb oder an Ägypten denkt. Doch was ist mit der arabischen Halbinsel? Dort sind doch alle materiellen Möglichkeiten vorhanden. So pumpen die Emirate viele Petro-Milliarden in ihre „university cities“, engagieren mangels eigenen Potenzials Wissenschaftler aus aller Herren Länder. Die bisherigen Erfolge, auch messbar an den Ergebnissen einer Pisa-Studie, an der sich Katar mutig beteiligte, sind eher mäßig bis unbefriedigend. Am Geld kann es also wohl auch nicht allein liegen.
Ein erster Hinweis auf die Lösung des Problems findet sich im Lebenslauf von Ahmed Zewal. Aus einem aufgeklärten, akademisch gebildeten Elternhaus stammend, schreibt er beiläufig in einem Nebensatz, dass es gern gesehen wurde, wenn die Kinder Fragen stellten. „Was soll das?“, könnte man denken. Das ist doch völlig normal; das kann zwar manchmal nervig sein nach einem langen Arbeitstag, aber das ist doch das Selbstverständlichste auf der Welt: Kinder stellen Fragen. Wieso erwähnt er das überhaupt – immerhin in seinem offiziellen Lebenslauf für das Nobelpreiskomitee? Was Zewal eine Erwähnung wert war, kennzeichnet mehr als alles andere den Kern des Problems. Die Familie reflektiert im Kleinen immer den Zustand der Gesellschaft als Ganzes.
Das Wirken der Gesellschaft
Schauen wir uns diese Gesellschaft also einmal daraufhin an. In der „normalen“ islamischen Familie ist das Wort des Vaters Gesetz für die Kinder, geäußerte Zweifel werden untergebügelt, Fragen sind unerwünscht, sie könnten den armen Vater ja in Erklärungsnöte bringen, was seiner Autorität schaden würde. Derselbe Geist setzt sich in den Schulen fort. Es wird gedrillt und gepaukt, eigenständige Einsichten entwickeln sich daraus nicht. Die Religion, anders als bei uns, fungiert als unantastbare Größe für alle Abläufe des täglichen Lebens, kein Klima für Fragen! Politik? Sie findet nicht statt – politische Diskussionen mit kontroversen Ansichten bleiben aus, könnten auch gefährlich sein. An der Universität schließlich hat sich das Fragenstellen verlernt.
Der Vergleich mit dem mittelalterlichen Europa drängt sich auf. In stark religiös geprägten Gesellschaften und Kulturen kennt man bereits alle Antworten – sie sind festgezurrt in wörtlich genommenen „heiligen“ Schriften. Fragen grenzt also bereits an Blasphemie. Dazu bleibt festzustellen, dass die Religiosität in den letzten Jahren enorm zugenommen hat. Wer sich beispielsweise noch vor zehn Jahren der muslimischen Pflicht zum Ramadan entzog, wurde durchaus geduldet, heute wird er unter enormem sozialen Druck ausgegrenzt. Selbst im öffentlichen Erscheinungsbild sind auch die „moderaten“ islamischen Länder wie zum Beispiel Tunesien in den letzten Jahren „orientalischer“ geworden, was sich in einer enorm starken Zunahme an Kopftuch tragenden Frauen zeigt. Da hilft es nichts, dass der Präsident Ben Ali im Fernsehen erklärt, das Kopftuch gehöre nicht in die maghrebinische Tradition. Auch gerät mehr und mehr in Vergessenheit, was Gründungspräsident Habib Bourguiba unter starker Mitwirkung seines Freundes, des Dichters Tahar Haddad, zur Befreiung der Frauen angeregt und in Gesetzesform gegossen hat. Glaubensabtrünnige, die mir noch vor zehn Jahren freimütig erklärten, dass sie Atheisten seien, wagen heute in der Öffentlichkeit allenfalls noch die Aussage, sie seien „nicht praktizierend“. Nicht selten höre ich, auch von intelligenten und weltoffenen Gesprächspartnern, selbst in banalen Zusammenhängen: „Gott hat aber gesagt…“ (sic – wörtlich so!). Dahinter steht diese unverrückbare Schriftgläubigkeit, die wir wohl zu Recht als fundamentalistisch einordnen – was diesen Gesprächspartnern aber durchaus nicht bewusst ist. Wenn aber Gott es bereits gesagt hat, erübrigt sich nicht nur jede weitere Diskussion, sie verbietet sich. Kaum ein Moslem zieht in Zweifel, dass der Koran direkt Gottes Wort bedeutet, also ist alle „Wahrheit“ des Koran bei allen darin enthaltenen Inkonsistenzen verbindlich und darf nicht mehr hinterfragt werden. Was sich im Westen also allenfalls bei evangelikalen Fanatikern oder orthodoxen Juden findet ist in der islamischen Welt durchgängig verbreitet. Das macht den Dialog mit Moslems so unendlich schwer. Wie weit sind wir nur entfernt von den zwei Wahrheiten eines Ibn Rushd!
Ausblicke
Allerdings gibt es auch Hoffnungsschimmer. Wie immer beginnt alles in der Philosophie. Ansätze zur Öffnung des Islam zur Moderne und damit automatisch zu größerer Wissenschaftlichkeit finden sich durchaus. Nur einige Namen: Youssef Seddik aus Tunesien, der Marokkaner Mohamed abd al-Jabri, Nasr Hamed Abou Zayd aus Ägypten, Mohammed Arkoun aus Algerien und der Iraner Abdul Karim Soroush. In einem hochinteressanten Artikel des Magazins „Jeune Afrique“ vom Februar 2009 lässt sich nachlesen, dass der gemeinsame Ansatzpunkt dieser „Umdenker“ immer wieder auf das fortschrittlichste Jahrhundert des Islam, die als Hochislam bezeichnete Periode zurückgreift, pikanterweise auch auf den ehemals so geschmähten Ibn Rushd. Hier könnte ein Neubeginn zu einer eigenständigen islamischen Wissenschaftslandschaft liegen, zunächst im philosophischen, aber auch im juristischen, religiösen und politologischen Bereich. Allerdings sind diese Ideen in den jeweiligen Heimatländern (noch) nicht gern gesehen – die Denker leben und publizieren im Ausland.
Die Realität wird leider noch immer von Scharfmachern bestimmt. Am populärsten unter diesen im islamischen Raum kann wohl neben den iranischen Mullahs der Türke Adnan Oktar gelten, der unter seinem Pseudonym Harun Yahya besser bekannt ist. Mit enormem Aufwand und großer Breitenwirkung unter Extremisten auch in Deutschland propagiert er ein Weltbild, in dem alles und jedes der natürlich islamischen Religion unterworfen wird. Die Methode lässt sich hervorragend an seinem Kampf gegen den „menschenverachtenden“ und „diktatorischen“ Darwinismus zeigen, der für alle Grundübel dieser Welt der letzten 150 Jahre verantwortlich gemacht wird, einschließlich der Weltkriege, ethnischer Säuberungen und dem Terrorismus unserer Tage. Nach ihm ist auch Osama Bin Laden Darwinist! Wissenschaft, die sich in ihrer dienenden Funktion nicht Schritt für Schritt durch Zitate aus dem Koran absichern lässt ist inakzeptabel und verwerflich. Wer diesbezüglich eine ebenso amüsante wie erschreckende Unsinnslektüre sucht sei auf harunyahya.de verwiesen. In einem solchen Klima hat Fortschritt keine Chance – und Nobelpreise werden die Ausnahme für die wenigen verbliebenen Fragenden bleiben.
Mehr Informationen Die Herrschergemahlin von Katar, Sheika Mozah: “Wissen ist der Schlüssel”





15:46
@ Andi, Sie halten den Kolonialismus für nicht ganz unschuldig für das Entstehen des Islamismus. Da muss ich Ihnen Recht geben, aber in anderer Weise als Sie vermuten.
Ich möchte mich hier Ayaan Hirsi Ali anschließen, die den Kolonialmächten vorwarf, sie die hätten die Kolonialvölker nicht mit John Stuart Mill bekanntgemacht und sie mit dem Koran allein gelassen.
Auch erscheint mir die These, der Kolonialismus sei für die gegenwärtige ökonomische Situation der Drittwelt-Länder verantwortlich zu machen keineswegs überzeugend. Folgte man dieser Argumentation, dürfte es sehr schwer fallen die ökonomische Situation von Äthiopien zu erklären, ein Land, das bekanntlich nie eine Kolonie war.
15:30
Die Bedeutung von Ibn Rushd auf Europa wird nach meiner Auffassung überschätzt. Übersetzungen vom Griechischen in´s Lateinische waren vorhanden und standen auch Tertullian, Plotin, Philon, Augustinus, Boethius, Thomas von Aquin, Anselm von Canterbury oder Albertus Magnus zur Verfügung. Während Übersetzungen von Griechisch über Syrisch, Arabisch, Altspanisch nach Latein doch eine erhebliche Fehlerquote vermuten lassen. Auch war die Trennung von Glaube und Wissen, unabhängig von Ibn Rushd, bereits für Roger Bacon oder William Occam eine Gewißheit.
Für die heutige Problemlage ist der kulturelle Unterschied von Bedeutung. Die Entwicklung von Philosophie, Wissenschaft, Wirtschaft und Technik verlangt einen kritischen Geist. Es ist die Fähigkeit, alte Gewißheiten prinzipiell anzuzweifeln und es ist der Zwang in Alternativen zu denken, die erst das geistige Klima für Fortschritt jeglicher Art hervorrufen. Von einer Kultur, die den prinzipiellen Zweifel für aufrührerisch hält und die die höchste Gelehrsamkeit im Studium unverrückbarer Dogmen sieht, wird man kein günstiges Klima für Problemlösungen erwarten können.
03:52
ups da war noch ein alter satzfetzen, den ich zu beseitigen versäumt habe. man möge es mir nachsehn^^
03:47
@Horst
nun, Wissenschaft und (moderne) Wirtschaft sind eindeutig nicht voneinander zu trennen. Man kann bspw. nicht Pc´s mittels Errungenschaften der Quantenphysik weiterentwickeln oder Forschungen in der Medizin betreiben, parallel dazu aber eindeutige und klar ersichtliche Erkenntnisse der Physik, der Biologie wie z.B. das Alter des Universums, den nicht vorhandenen Dualismus von Körper und Geist, bis hin zur Evolution ablehnen. Nicht nur, dass Wissenschaft eigentlich alles, was in den heiligen Schriften wie Bibel und Koran steht, entweder widerlegen oder erklären kann (z.B. kann Wissenschaft zwar weder belegen noch beweisen, dass Muhammed ein Prophet Allahs war, jedoch kann man anthropologisch und geschichtswissenschaftlich all seine Aussagen mit dem damaligen Weltbild und den damaligen kulturellen Gegebenheiten in Einklang bringen; oder z.B. kann Wissenschaft, speziell die Soziobiologie und die Evolutionsbiologie die Gefühle des Menschen, seine Verhaltensweisen aber auch den Glauben selber erklären; das hat nichts mit Wissenschaftsgläubigkeit zu tun, denn Wissenschaft arbeitet mit Beweisen und nicht mit dem Versuch, möglichst viele Anhänger für möglichst absurde Theorien zu finden);
Doch damit nicht genug. Wissenschaft funktioniert komplett entgegengesetzt der Religion. Erstens wird wie schon erwähnt nicht einfach geglaubt, sondern man bedient sich der Logik und der Empirie, zweitens zeigt Wissenschaft auf, dass es völlig egal ist, wenn ein Mensch denkt, dass die Sonne um die Erde kreist, welche eine Scheibe ist, weil es EINDEUTIG ist, dass es eben gerade so nicht ist.
So, und nun nocheinmal zum Zusammenhang mit der Wirtschaft:
Es sollte jedem Menschen völlig klar sein, dass sich nichts, aber auch gar nichts in der Wirtschaft entwickeln kann, wenn man in dem jeweiligen Gebiet nicht forschen darf und Forschen ist nunmal nur mit wissenschaftlichen Methoden möglich. Und wenn es in einem Staat nun so aussieht, dass Gottesleugnung oder die Leugnung von bestimmten heiligen Sätzen verboten ist bzw. öffentlich geächtet wird, dann kommt die Forschung und somit auch die Wirtschaft eben nur soweit, dass es mit dem dort herschenden religiösen Weltbild noch in Einklang zu bringen ist. Dann ist es bspw. vllt. noch möglich zu erforschen, ob eine Monokultur den Ertrag der Ernte verbessert oder wieviele Mengen an Wasser für eine erfolgreiche Ernte den meisten Vorteil bringt. Wenn es dann aber darum geht, Viren am Befall der Anbaupflanzen zu hindern, sieht das schon anders aus. Denn dafür ist genetisches Verständnis nötig. Und Genetik ist nun eben auch ein grundlegender Beweis für die Evolution. Darf nun in einem Staat nicht angezweifelt werden, dass der erste Mensch Adam war, der aus Lehm^^ geschaffen wurde, kollidiert das folglich mit der Wissenschaft. Ein Mensch, der das naturalistische Prinzip nicht anerkennt, kann kaum ernstzunehmende Forschung betreiben. Ein tieffrommer Mensch setzt Gottes Wort über alles. Es ist aber de facto unmöglich den Glauben als oberstes Prinzip zu deklarieren, wenn man es mit Wissenschaft zu tun hat, denn der Beweis ist das, was Wissenschaft so stark macht. Wie man an der heutigen Technik und dem in sich logisch geschlossenen wissenschaftlichen Weltbild sieht, funktioniert Wissenschaft ja auch perfekt und v.a. ohne sich selbst logisch zu widersprechen. Das macht ihren Erfolg aus.
Ich gebe Ihnen Recht, dass Diktaturen der Wirtschaft nicht förderlich sind, da sich in ihnen der Markt dem Willen des Diktators unterliegt, also nicht dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Dies widerspricht jedoch nicht meinen obigen Aussagen. Es stellt vielmehr ein zusätzliches Problem dar.
Auch wir in Europa haben selbstverständlich Probleme damit, die Wirtschaft immer am Laufen zu halten und nebenbei die sozialen Probleme zu lösen. Allerdings hat bei uns größtenteils kein Religiöser die Macht aufgrund behaupteter Transzendenz diese zu sabotieren. Das Christentum mache ich in Wirtschafts- und Wissenschaftsangelegenheiten in Europa nur in einigen wenigen Dingen ,wie der Stammzellenforschung für eine Stagnation verantwortlich, da es leider immer noch eine Lobby in der Politik gibt, die sich hierzu von religiösen Weltanschauungen blenden lassen. In den meisten Fällen jedoch wurde das Christentum, was Politik, Wissenschaft und Ökonomie betrifft schon seit längerem in ihre Schranken gewiesen und hat keinen Einfluss mehr. Da in den meisten islamischen Gebieten Theokratien vorherrschen, lässt sich dieser Unterschied auch sehr gut ausmachen
Fazit: eine religionsfreie oder säkulare Gesellschaft bedeutet noch lang keine flurierende Wirtschaft. Dies hängt in der Tat auch von vielen anderen Faktoren ab. Jedoch verhindern Theokratien bzw. ein zu starker religiöser Einfluss schon im Vorhinein, dass Wissenschaft sich autonom entfalten kann. Und ohne Wissenschaft ist Fortschritt und Forschung und somit auch ein Wachsen und Verbessern der Wirtschaft nunmal zur Stagnation verdammt.
Fazit: Es gibt sehr
01:07
@Nacgdenker
soweit alles richtig bis auf den Ausdruck
es ist offensichtlich dass der Autor manche verknüpfungen faktisch und historisch falsch dargestellt hat.
ps @ Andi
“das derzeitige stagnieren der wirtschaft und v.a. der wissenschaft in den arabischen ländern ist allerdings schon hauptsächlich auf den islam und seine patriarchalischen und unterdrückenden strukturen zurückzuführen”
es ist haupsächlich an den diktatorischen Regimen zuzuschreiben dass die Wissenschaft nicht voranschreitet. Jedoch der beginn der diktatorischen Regime ist der Westen maßgeblich gewollt oder ungewollt mitbeteiligt.
Bezüglich der wirtschaftlichen Stagnation ist es ersichtlich dass du wirklich keine Ahnung hast…
Was sagst du denn zu der Situation in Europa, hat es nach deiner Meinung mit dem patriarchalischen und unterdrückenden christentum was zu tun…???wie machst du diese Verbindung, durch welche Fakten. Ich denke es ist eher Polemik.
18:00
so ganz unschuldig sehe ich den kolonialismus aber auch nicht. v.a. an dem erhalt bzw. sogar dem erstarken des islamismus war der westen seit der kolonialisierung nicht gerade unbeteiligt. politisch brachten die kolonialherren meiner meinung nach im orient nicht allzu viel nützliches. auch wenn sie ein paar universitäten erichtet haben.
das derzeitige stagnieren der wirtschaft und v.a. der wissenschaft in den arabischen ländern ist allerdings schon hauptsächlich auf den islam und seine patriarchalischen und unterdrückenden strukturen zurückzuführen…
14:58
Ich habe in Syrien an einer Schule für Ausländer, die Arabisch lernen wollen (ma’had ta’lim al-lugha al-’arabiyya li-ghair natiqin biha) ein paar Monate Arabisch gelernt. Die ganz Athmosphäre war extrem repressiv, es ging nur um auswendiglernen, Fragen waren unerwünscht.
Die meisten Sxhüler aus muslimischen Ländern (Pakistan, Türkei, Indonesien, Iran etc.) hatte damit keinerlei Probleme, nur Westler, Japaner, Koreaner etc. konnten sich damit nicht anfeunden. Deshalb kamen die meisten bald in eine Klasse für Aufmüpfige, die dafür eingerichtet war, damit sie die braven anderen Schüler nicht versauen.
Als ich einem Hadith, der aussagte, wie friedlich der Islam doch sei, ein kriegerischeres entgegenhielt, bin ich deswegen fast von der Schule geflogen, und das in Syrien, das nicht den Islam, sondern den arabischen Nationalismus als Ideologhie hat.
Wer immer dem Islam kritisch hinterfragt, muss mit extremer Repression und Gewalt rechnen. Deshalb gebe ich einer islamischen Aufklärung auch keinerlei Chamcen.
Es liegt nicht daran, dass Muslime nicht kritisch denken könnten, sondern es liegt an den repressiven Strukturen des Islams. Schon Mohammed hat Kritiker per Auftragsmord beseitigen lassen, man google mal nach Ka’b b. al-Ashraf, Asma b. Marwan oder Abu ‘Afak.
03:26
achso habe ich vergessen zu erwähnen dass die westliche christliche”liebe Gott” nächste Liebe” sie haben immer noch vergissen ihre Söldner mit zunehmen
ich finde dass ist ein schlaue Taktik um der Islam rückstandig dazustellen, ich kann dass verstehen,wel egal wo Muslime gibt stehen immer gegen die Unterdrückung und dass nervt die Länder die ihre Reichtum basiert auf die schwache Länder auszurauben, deswegen ihr weisst Islam und Unterdrückung können nicht unter die gleichen Dach leben, dann ihr habt zwei Möglichkeiten erste ist nicht mehr die andere Volker auszurauben aber leider diese wird nicht die Optimale veriante für die Blutsuchtige Kapitalismus sein, dann musst ihr irgendwie den Islam anderes machen dass heisst ein neues Islam “modernes Islam” wo steht drin wenn ein kommt und möchte dein Öl absaugen mussen die Muslime in diesem Land dieser gehrte Absauge Gast ein bisschen Gas zwischen die Öl Male geben,
so ist die optimale Islam oder
eure Wünsch stimmt ja hahaha
02:37
als die Araber die Bücher in Hände hätten und dass wissen nach Europe durch Andalus gebracht, und gleichzeitig dass Wort Toleranz und Glaubensfreiheit ( die Juden sie haben die Schutz bei der Muslime gesucht von der Ethnischen Säuberung von der Christen) die unter die Islamischesregierung durch gefürt, gleich zeitig was die sogenante Christen sie haben grade gelernt wie man aus dem Eisen ein Schwerd giessen kann, und die kreuz Soldatin sie haben die sogenante die Heilige Krieg gegen die Muslime als ihre Dankbarkeit zu zeigen gegenüber die Muslime (Muslime heisst nicht unbedingt Arabe) deswegen müssten die Muslime statt der Buch im Hand zu haben müssten der Schwerd um selbst zu verteidigen, und die Kreuz Soldatin sie haben die damalige Christin in Spanien verarscht als sie aus genutzt um ihre materialistische Zeile zu erreichen dann müssten danach diese Christen auch unter diese brütale Kreuz Soldatin leiden als die Muslime Spanien verlassten, danach worden die Islamische Khalifat an die Turken gelassen als Bruder im Islam von anfang war mehr zum richtigen lehre des Islams danach die Osmanische Reich hat ihre richtige islamische Lehre verloren und als viele Juden aus Europe die nach Turkei geflohen gegen die Diskriminierung von der Christin dort(Turkei) hatten die Juden Freiheit und dürften in Frieden unter die Muslime leben, deswegen als Dankbarkeit von der Juden zu die Osmanen sie haben die liberal bewegung wie später Kamal Ataturk geschafft, der ganz schlau die nationalismus Ideologie ausgenutzt und hat die Turken verarscht dadurch sie haben ihre Wahre Islam verloren deswegen die Osmanische Reich war wie ein machtlose Löwe, der könnte nicht seine Beute von der Hyänen zu schützen, hier die Beute ist die arabische Welt und die Hyänen sind die kolonee Länder aber die Beute müsste weiter kampfen um leben zu bleiben von der brütale unmenschliche kampf, aber egal wie lang ist die Nacht, es wird ein Morgen geben wenn alle Araber auf dem Koran und die Sunne halten
20:39
Wahrheit
Ihren Unterricht in der Philosophie beginnen die Mohammedaner mit der Lehre, daß nichts existiere, wovon sich nicht das Gegenteil sagen lasse; und so üben sie den Geist der Jugend, indem sie ihre Aufgaben darin bestehen lassen, von jeder aufgestellten Behauptung die entgegengesetzte Meinung zu finden und auszusprechen, woraus eine große Gewandtheit im Denken und Reden hervorgehen muß. Nun aber, nachdem von jedem aufgestellten Satze das Gegenteil behauptet worden, entsteht der Zweifel, welches denn von beiden das eigentlich Wahre sei. Im Zweifel aber ist kein Verharren, sondern er treibt den Geist zu näherer Untersuchung und Prüfung, woraus denn, wenn diese auf eine vollkommene Weise geschieht, die Gewißheit hervorgeht.
Johann Wolfgang von Goethe – Zitate und Sprüche Johann Wolfgang von Goethe
12:59
Entschuldigung: Jede Recherche kann Fehler produzieren. Der erste Götterkritiker, dessen Werke verbrannt wurden und der in Verbannung geschickt wurde, war offenbar nicht Ibn Rushd, sondern eineinhalb Jahrtausende vor ihm bereits Protagoras (490-420 BC). Quelle: hpd.de vom 11.03.10.